München für Berliner

28. Mai 2009 / Eingestellt von thw um 18:11 /

Wir erlauben uns hier aus dem neuen Süddeutsche Zeitung Magazin zu zitieren, aus gegebenem Anlass, alles weitere hier.


Hauptstädter, die an die Isar kommen, meckern immer nur rum. Als verständnisvolle Münchner Redaktion wissen wir: alles nur Heimweh. Und da bieten wir doch gern mal unsere Hilfe an.
Von Christoph Cadenbach Illustration: Zsuzsanna Ilijin

München und Berlin sind nicht nur geografisch rund 600 Kilometer voneinander entfernt, auch zwischen den Bedürfnissen ihrer Bewohner liegt eine ordentliche Distanz, was das Essen angeht zum Beispiel oder die Freizeitgestaltung. Doch selbst im beschaulichen München gibt es ein paar Ecken, an denen sich Berliner nicht ganz so fremd fühlen dürften: die Gegend rund um den Gärtnerplatz gehört dazu. Hier können Menschen vom Prenzlauer Berg mit BioKuchen und Rhabarbersaftschorle ihre Kinder füttern. Weniger schick ist es wie in vielen Großstädten (außer Berlin) am Hauptbahnhof. Neben den türkischen Supermärkten könnten auch das »Café Kosmos« und das angenehm abgerockte »Café Gap« ohne Weiteres in Kreuzberg liegen. Im Restaurant »Derya« bekommt man Fleischspieße vom Holzkohlegrill wie im »Hasir« am Kottbusser Tor. Nur wer das »Hühnerhaus« am Görlitzer Park vermisst, wegen der moderaten Preise und der Saucenauswahl, wird in München enttäuscht. An der S-Bahnstation Giesing steht zumindest ein türkischer Hendl-Griller, der Knoblauchsauce zum Hähnchen reicht. Den bei Berlinern beliebten »Pueblo«-Tabak gibt es eigentlich an jedem Münchner Kiosk, wenn er denn aufhat. Und in Haidhausen, in einer Seitenstraße versteckt, liegt der mir einzig bekannte Getränkeladen, der die Berliner Lieblingslimonade Club Mate im Angebot führt.

(1) Derya, arabisches Restaurant, Fleisch und Fisch vom Holzkohlegrill, zum Abgang Baklawa. Schillerstr. 34, Tel. 089/54541822.

(2) Café Gap, unverputzte Wände, Bierbänke im Hinterhof, kein Kastanienbaum. Goethestr. 34, Tel. 54404094.

(3) Café Kosmos, billig wie Berlin: Bier für 1,60 Euro, Wodka 1 Euro, Dachauer Straße 7, Tel. 55295867, www.cafe-kosmos.de.

(4) Lupino, Getränkefachhandel und »Local Club Mate Dealer«. Nigerstraße 2, Tel. 96163821.

(5) Beastin Bodega, Streetwear-Laden, der eigentlich nur nach Berlin Mitte passt.
7 qm, 7 T-Shirts, alle 7 Tage (nur samstags) immer 7 Stunden geöffnet, Wilhelmstr. 1, www.beastin.de.

(6) Kiosk an der Reichenbachbrücke, 24 Stunden geöffnet, Fraunhoferstr. 46.

(7) Hendl-Griller am S-Bahnhof Giesing, der halbe Hahn für 3 Euro mit verschiedenen Saucen, auch Döner. Schliersee-/Ecke Deisenhofener Straße.

(8) Soda, das »Pro qm« von München, Design- und Modemagazine, Rumfordstraße 3, Tel. 20245353, www.sodabooks.com.

(9) Favorit-Bar, Plattenspieler, Dämmerlicht, Aufkleber auf den Klotüren. Damenstiftstr. 12, Tel. 263391.

Nächste Woche: Wo sich Münchner in Berlin wohlfühlen.



Das nächste Mal schauen wir dann im 'Soda' vorbei, das 'pro qm' von München. Aber eigentlich müsste es heißen: das 'do you read me' von München, nichts für ungut....
Aber jetzt muss ich erstmal die 'Tips' für Berlin testen.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

hi Thomas, bereitest Du Dich schon auf einen
positiven Ausgang Deiner Bewerbung vor?


mfG
Thomas Kunzmann


pardon, war am falschen platz gelandet

Rainer hat gesagt…

Robert Barry (artist)
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(Redirected from Robert Barry(artist))
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Robert Barry
Born March 9, 1936
New York, New York
Nationality American
Field Conceptual art, Idea art

Robert Barry (born March 9, 1936 in New York City, New York) is an American artist. Since 1967, Barry has produced non-material works of art, installations, and performance art using a variety of otherwise invisible media. In 1968, Robert Barry is quoted as saying "Nothing seems to me the most potent thing in the world." [1] Barry's work focuses on escaping the previously known physical limits of the art object in order to express the unknown or unperceived.[2] Consequently, Barry has explored a number of different avenues toward defining the usually unseen space around objects, rather than producing the objects themselves.

Major nonvisible works from his early period include Carrier Wave, in which Barry used the carrier waves of a radio station for a prescribed length of time "not as a means of transmitting information, but rather as an object."[3], Radiation Piece, and Inert Gas Piece, in which Barry opened various bottles inert gases in different settings before groups of spectators, such as a vial of helium released in a desert. [4]

When asked about his piece for exhibition "Prospect '69," his response was "The piece consists of the ideas that people will have from reading this interview... The piece in its entirety is unknowable because it exists in the mind of so many people. Each person can really know that part which is in his own mind."[citation needed]