Worte der Woche

14. Dezember 2007 / Eingestellt von thw um 09:55 /

"Sehen Sie, es gibt bei uns einen unbewussten Zynismus. Wir tun nichts und hoffen im Stillen: Es wird schon nicht so schlimm kommen. Dann gibt es noch einen bewussten Zynismus: Der sagt, na gut, wir sind die Verursacher, aber auch die Gewinner, dann soll der Süden sehen, wo er bleibt. Ich glaube, dazu sind wir dann doch nicht in der Lage, die Leute eiskalt über die Klinge springen zu lassen. Wer möchte sonst noch in einen Spiegel blicken? Aber damit wir uns da nicht weiter etwas vormachen, brauchen wir eine öffentliche Debatte darüber, wie wir uns versündigen an der ganzen Welt und besonders an den Ländern der Dritten Welt, weil unsere Art, im Wohlstand zu leben, auf Kosten der anderen geht: auf Kosten der Natur, der Dritten Welt, der Zukunft. Aber das hieße dann, wir müssten anfangen, mal die Autos stehen zu lassen. Glauben Sie daran?"

Der Physiker und Philosoph Klaus Michael Meyer-Abich im Interview mit Bernhard Pötter in der Frankfurter Rundschau von heute, gefunden hier.

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