Vodoo in Berlin
Eingestellt von thw um 14:28 / 0 Kommentare
Das wäre eine schöne Überschrift für das kommende Wochenende, das schon gestern Abend angefangen hat:
Gallery Weekend in Berlin..
Und gestern Abend die Party zu/von/über Olafur Eliasson...Sollen andere drüber schreiben...Aber eigentlich erst morgen anfängt, mit der Eröffnung der Ausstellung von Hans-Peter Feldmann ohne den Künstler. Oder schon heute mit der Ausstellung von Benlamin Katz und Michel Würthel bei der Bourouina Gallery.
Vielleicht sehen wir uns nachher da, ca 17 Uhr.
Der Vodoo Zauber wird im nächsten Post aufgeklärt.
Mehr folgt....
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Aus dem Leben eines Galeristen
Eingestellt von thw um 13:58 / 0 Kommentare
Im Januar 2010 bin ich nach Düsseldorf geflogen, um Hans-Peter Feldmann zu treffen und seine nächste Ausstellung — bereits die vierte bei uns — zu besprechen. Hans-Peter wollte nicht: keine Zeit für eine zusätzliche Galerieausstellung, nicht mal zum Gallery Weekend in Berlin. Um es vorweg zu nehmen: Am Ende akzeptierte Hans-Peter meinen Vorschlag, aus seinen Arbeiten, aber ohne seine Mitwirkung, eine Feldmann-Ausstellung zu »kreieren«. Vom 30. April bis 19. Juni ist sie nun in der Galerie zu sehen. Eröffnet wird sie zum Gallery Weekend (30. April bis 2. Mai).
Zurück nach Düsseldorf und wie es dazu kam: Im Wohnzimmer standen neue Sofas, Flatscreen und Surround-System schienen ebenfalls neu; jede Menge DVDs. Der Eckkamin unverändert an derselben Stelle, ebenso die Reihen der Billy-Regale, eng gefüllt mit Hans-Peters und Uschis Büchern. Beim Tee sprechen wir über das Leben, die anstehenden Reisen (Uschi zum Skifahren nach Österreich, Hans-Peter zu seiner Ausstellung nach Malmö, ich wegen Posenenske nach Paris), was die letzten Tage so passiert ist, die Kunst und John Armleders Gesundheit ... Nach dem gemeinsamen Mittagessen beim nahegelegenen Italiener, zurück in der Wohnung, stand irgendwie fest: Wir müssen, wollen etwas tun. Ein weiteres Feldmann-»Schattenspiel« kam nicht in Frage — oft genug und erfolgreich gezeigt, außerdem im Hamburger Bahnhof noch bis Mai zu sehen. Und überhaupt, wie gesagt, keine Zeit!
Andererseits war klar, daß ich, mit dem Gallery Weekend vor der Tür, nicht mit leeren Händen nach Berlin zurückkommen wollte. Die Inspiration kam in Form von zwei Scherenschnitt-Figuren, die auf der Kühlschranktür klebten. Natürlich hätte die Inspiration in dieser Wohnung voll »intuitiver Inszenierungen« auch aus jeder anderen Ecke kommen können. Jedenfalls ging es so vom einen zum anderen, und am Ende des Tages war es schließlich gelungen, die Idee einer »Feldmann-Ausstellung ohne Feldmann« soweit einzukreisen und festzuklopfen, daß der Künstler sie nicht nur einverständlich absegnete, sondern auch um etliche Anregungen bereicherte. Allerdings, die Zeit, zur Eröffnung nach Berlin zu kommen, die wäre nicht drin: In wenigen Tagen Kunstmuseum Malmö, dann Kunsthalle Düsseldorf, danach Reina Sofia Madrid und Parasol in London ...
Zurück in Berlin, kam Feldmanns opulentes neues Buch »Another Book / Noch’n Buch«, die Begleitpublikation der genannten Serie von Museumsausstellungen. Daher auch die Idee für unseren Ausstellungstitel »Noch ’ne Ausstellung«. (Übrigens fast schon eine kleine Tradition: 2009 hatte es in »Another Magazine« ein Feldmann-Interview mit Hans-Ulrich Obrist gegeben, Titel »Another Interview«, wobei Feldmanns Antworten übrigens ausschließlich aus Bildern bestanden.) Bei meinem letzten Telefonat hat Hans-Peter mir nun mitgeteilt, daß er am 2. Mai mit Obrist im Rahmen von »L’école de Stephanie« um 18 Uhr in den Kunstwerken ein Gespräch haben wird. Unsere Ausstellung würde er sich bei der Gelegenheit ansehen, aber nicht zur Eröffnung kommen, die am 30. April ab 17 Uhr stattfindet. Auch meinen Vorschlag, wenigstens die Reisekosten übernehmen zu dürfen, hat er freundlich abgelehnt. Daß wir dann aber im kleinsten Kreis — mit Uschi, Paul und Gerd — Essen gehen würden, war in Ordnung. —Mehdi Chouakri, April 2010
Aus der jüngsten Pressemitteilung der Galerie und jetzt mach ich mich auf den Weg dahin. Jetzt?
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We are not amused....
27. April 2010 / Eingestellt von thw um 11:55 / 0 Kommentare
noch überzeugt.
Wir wollten ihm den Kredit geben, den er verdient, aber angesichts der Ausstellung von Olafur Eliasson verweigern wir ihn diesen Kredit. Bis auf ein, zwei Arbeiten ist die Schau eine Enttäuschung sondergleichen. Das beginnt mit dem 'Berliner Bürgersteig'
und endet nicht damit. Tatsächlich handelt es sich größtenteils um retinalen
Schnickschnack, dessen Gehalt mit viel Rede (auch auf der PK) aufgebauscht wird. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht ein riesengroßer Tisch mit unzähligen Modellen, die allein schon die Ausstellung hätte sein können, wäre da nicht die seltsame Tatsache. dass die Modelle mehr oder minder aus dem Atelier von Richard Buckminster Fuller stammen könnten.
(Vielleicht findet sich im Katalog dazu etwas, der war noch nicht fertig..)
Das ist mir alles zu simpel gestrickt und auf der anderen Seite mit einer Überbietungsgeste (der Hofbereich als überdimensionierter Spiegel) überladen, die einen dann auch wieder abschreckt: Der große Künstler....
Aber offensichtlich braucht diese Zeit diesen Künstler...
Foto:
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Zweigstelle Berlin
Eingestellt von thw um 15:09 / 0 Kommentare
Das hört sich für den Namen einer Galerie sehr prosaisch an, aber das Logo dazu ist schon fast aufwändig zu nennen. Und irgendwie erinnert es mich an eine schweizerische Galerie, deren Namen mir nicht einfällt. Aber die Namen der beteiligten Künstler an der jetztigen Gruppenausstellung , unter ihnen Hermann Pitz, Erik Steinbrecher und Karin Sander, erregten mein Interesse so weit, dass ich mich auf den Weg machen musste, mit dem Auto. Denn auf der Karte war der Weg vom Hauptbahnhof zur Galerie doch ziemlich lang.
Vor Ort zu sehen war ein Interieur besonderer Güte in einem Raum, der in Bezug auf die Erwartung (s.o.) doch kleiner war. Aber diese Dimensionen schienen sich der Ausstellung anzupassen. Oder war es umgekehrt? Und diese Installation mit Tüchern von Andrea Winkler war so seltsam, dass man sie wider gut finden konnten. An der Wand der 'Eingriff' von Karin Sander (.s.u.)
Begrüsst wurde der Besucher von den Ventilatoren in der Bearbeitung von Erik Steinbrecher, die ebenfalls sehr prosaisch daher kamen, inklusive Ihres Fehlers, einen Faden oder Fähnchen, das sich am falschen Platz aufplustern wollte..
Das muss man in der Realität gesehen haben ebenso wie die Handtücher im Glasrahmen. Oder das versetzte Tapetenstück von Karin Sander, was mich ein ausgeschnittenes Teppichstück erinnert, dessen Bild ich jetzt nicht erinnere....Erst habe ich gesucht in Lucy Lippard 'Six Years: The Dematerialization of the Art Object' um es dann in Gerd de Vries 'Über Kunst' zu finden, auf Seite 43 unten, Lawrence Weiner 'A square removal from a rug in use' von 1969. Das nur nebenbei.
Und dann der eigentliche Grund der Anreise:
Hermann Pitz und seinen doppelten Blick auf die Lützowstrasse...Eine wahres Interieur mit Exterieur. Vielleicht das richtigen Bild zu einem noch zu erstellenden Chronik der zeitgenössischen Kunst in den achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts.
Der Weg hat sich gelohnt, wie sagt man so schön: Raum ist in der kleinsten Hütte. Birgit Szepanski als zuständige Kuratorin ist zu gratulieren zu diesem Wurf. Alles weitere dazu hier.
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Alternative?
13. April 2010 / Eingestellt von thw um 14:08 / 0 Kommentare
So kann man das Angebot für diesen Abend auch verstehen:
auf der einen Seite Thierry de Duve
auf der anderen Tom Holert
auf der einen Seite die 'Akademie der Künste' am Pariser Platz
auf der anderen Seite (buchstäblich) die 'Temporäre Kunsthalle'....
und dort gehen wir auch heute hin in die Akademie c/o
zur Undesignability
Weiteres und Näheres zur Akademie c/o hier.
Wir sehen uns...
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Worstbest
9. April 2010 / Eingestellt von thw um 12:37 / 0 Kommentare

Eine Party hat dann doch nicht stattgefunden, zum Abschied. Das wäre wohl dann auch 'worstbest' geworden. Dafür bekam ich aber Post inklusive einer CD mit dem schönen Titel 'Worpsbest' und weiteren Exemplaren der kleinen Bücher aus Worpswede, die ich wohl in Zukunft vermissen werde.
Darunter findet sich dann auch ein 'Antrag zur Selbstauflösung der Künstlerkolonie Worpswede' (Pia Lanzinger/Michael Hauffen). Das hätte etwas früher kommen müssen, damit man damit den zuständigen Politikern kräftig auf die Füsse tritt.
Vorbei: Es war so schön,
und ich war auch dabei.....
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Nicht ganz die Wahrheit...
7. April 2010 / Eingestellt von thw um 20:27 / 0 Kommentare

Zwar ist das Design ziemlich fünfziger Jahre, aber das Wort 'Feminine Fifties' ist dann zeitgenössisch. Tatsächlich ist der Untertitel passend für die Zeit, denn die erste Aufbauarbeit leisteten tatsächlich die Frauen, bis die Männer wieder so stark waren, dass sie sich als solche aufspielen konnten.
Jetzt muss ich nur noch nach Wien, um die Ausstellung zu sehen. Alles weitere hier...
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Auflösung des Osterrätsels
Eingestellt von thw um 09:23 / 1 Kommentare
So kann es kommen, wenn man keinen Preis aussetzt.
Jedenfalls gab es keinen Lösungsvorschlag für das Osterrätsel.
Dabei war die Antwort doch ganz einfach:
Das war die Lösung. Es landete vor einigen Tagen auf meinen Schreibtisch und was auf meinem Schreibtisch landet, wird untersucht, durchleuchtet, geröngt usw...
Und das Ergebnis ist, dass 'Sleek' eine Art Kunstmagazin für die besseren Stände ist (Einkaufpreis pro Heft 9.50 €), aber dennoch durchaus lesbar.
Mehr dazu später.
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Das große Osterrätsel
2. April 2010 / Eingestellt von thw um 12:27 / 0 Kommentare
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Hopp, hopp
Eingestellt von thw um 11:17 / 0 Kommentare
Simon Wachsmuth, Thomas Locher
Photo: Werner J. Hannappel © Temporäre Kunsthalle Berlin
"Das ist zwar keine uneingeschränkte Empfehlung für „squatting“ – die Kunsthalle hat schon ganz anderes gesehen –, aber dennoch ein Tip für all diejenigen, die Gefallen daran haben, sich auch länger mit Kunstwerken auseinanderzusetzen."
ist hier zu lesen als eine Art Resumé der Ausstellung, kuratiert von Tilo Schulz. Aber es mutet doch etwas seltsaman, dass man Gefallen daran findet, sich mit einem Kunstwerk auseinanderzusetzen. Muss Erkenntnisgewinn immer Gefallen voraussetzen?
Vielleicht sollte man zum Ende der Temporären Kunsthalle folgendes Experiment durchführen:
Für die letzte Woche wird die Kunsthalle abgeschlossen. Vor dieser Woche kann man sich anmelden und wird dann mit der Kunst eingeschlossen.
Teilnehmerzahl: 10 Personen
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April, April!
1. April 2010 / Eingestellt von thw um 14:15 / 0 Kommentare
Gelungen!
Aus der letzten Pressemitteilung der Grünen:
Aussteigerprogramm und Resozialisierung für gemäßigte FDP-Mitglieder
Anlässlich ständig sinkender Beliebtheit der FDP fordert Jürgen Trittin, Fraktionsvorsitzender:
Wir dürfen nicht länger tatenlos zuschauen, wie immer mehr unschuldige FDP-Basismitglieder durch Äußerungen und Auftreten ihrer Parteiführung und ihrer Regierungsmitglieder an den Rand der Gesellschaft geraten. Menschlichkeit und Mitgefühl über Parteigrenzen hinweg sind das Gebot der Stunde, gerade zur Osterzeit. Wir fordern deshalb ein bundesweites Aussteigerprogramm für gemäßigte FDP-Mitglieder.









