Auf dem Rückweg
Eingestellt von thw um 13:35 / 0 Kommentare

vom Domquarree zur Temporären Kunsthalle, stolperte ich über diesen Anblick....
Ich war zu früh, weil ich das Datum für die Performance von Warren Neidich nicht genau genug im Kopf behalten hatte...
Aber diesmal, morgen, um 18 Uhr in der Temporären Kunsthalle muss es klappen!
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Kunstmirowski
Eingestellt von thw um 13:04 / 1 Kommentare
- Lange Zeit bin ich einfach vorbeigelaufen an diesem großen Fenster in der Burgstrasse in unmittelbarer Nähe zur Buchhandlung König. Viellleicht war es der Grundriss Plan von Auschwitz, dem von aussen erkennen konnte, der mich vom Eintritt abhielt.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 13.11.
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Absichtlich!
17. Oktober 2009 / Eingestellt von thw um 12:32 / 1 Kommentare

Ich hatte diese kleinformatigen Kataloge immer in meinem Rücken, im Regal hinter mir, zum einen weil ich sie nicht richtig einordnen konnte, zum anderen weil ich sie nicht einfach übersehen wollte.
Nun hat mir Bernd Milla, noch Chef der Künstlerhauser Worpswede, neuere Exemplare zugesandt und ich genieße sie mit Freuden und gleichzeitiger Trauer, denn die Künstlerhäuser werden zum Jahresende geschlossen. Oder gibt es Neuigkeiten dazu?
Die Ateliers an der Pferdewiese werden geschlossen....Das Worpswunder findet ein abruptes Ende....oder doch nicht...
Jedenfalls werde ich die Kataloge von Nevin Aladag, Dani Gal,Hadley+Maxwell, Agnes Hardy, Goh Lee Kwang, Jonathan Monk, Lia&Dan Perjovschi,Stefan Roigk genau beobachten und hören, wenn es etwas zu hören gibt.
Für die Schallplatte aber muss ich erst meinen Plattenspieler reparieren lassen...
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Zufällig
Eingestellt von thw um 12:07 / 1 Kommentare

hielt ich plötzlich die beiden Broschüren in der Hand und sie schienen mir auf den ersten Blick vergleichbar.
Die Frau auf dem ersten Cover ist Tajana Patitz, die Frau auf dem Cover unten ist Sara Emrich.
Und wer das Titelblatt umschlägt, findet diese Seiten.
Die linke Seite zum Ansporn, obwohl das Motiv der Badewanne als 'Werbung' durchaus zweideutig ist, die rechte zur Information. Leider habe ich die Ausstellung von Sara Emrich und ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen verpasst.
Ich muss noch mal nach dem Newsletter der UdK suchen.
P.S.: Das Wort 'Kommilitone' fand ich schon während meiner eigenen Studienzeit gut und schön, weil in ihm immer auch das Wort 'Kombattanten' mitschwingt.
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Schwarzes Loch
Eingestellt von thw um 11:46 / 0 Kommentare
Eine derartige Impression lässt sich für den Besucher erahnen, wenn er den neuesten Eingriff in die berühmten Turbinehalle der Tate Modern hautnah erleben kann. Das Werk in der sogenannten Unilever Serie stammt von Miroslav Balka.
Und hier stellt Anette Dittert das Werk in ihrer Serie 'London calling' vor. Wir erinnern uns noch an die gleichnamige LP von The Clash und an die ersten Zeilen:
„Now war is declared, and battle come down
... The ice age is coming, the sun's zooming in
Meltdown expected, the wheat is growing thin
Engines stop running, but I have no fear
Cause London is drowning, and I live by the river
... A nuclear error, but I have no fear“
Das passt auch irgendwie für die Arbeit von Balka selbst. Jetzt müsste nur noch die Kopie der Turbinenhalle im Hamburger Bahnhof die zeitgemässe Ergänzung finden.
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Ohne mich
16. Oktober 2009 / Eingestellt von thw um 11:35 / 0 Kommentare
oder nicht mit mir? Diese Frage stellt sich, wenn man die Liste der 100 wichtigsten Personen im aktuellen Kunstbetrieb ernst nehmen will.
An erster Stelle steht diesmal Hans-Ulrich Obrist, der beste Netzwerker, den es gibt und der dafür zu Recht an erster Stelle steht. Welche Inhalte damit verbunden sind, ist vollkommen zweitrangig. Vielleicht liegt die Bevorzugung auch an jenem 'Gespräch', das Max Dax mit HUO für die SPEX führte und das hier eine kompetente Kritik erhalten hat, die von Max Dax auch beantwortet wurde. Isabelle Graw taucht hier in dieser Liste auch auf.
Welche Inhalte?Die Frage muss gestellt werden angesichts der Verquickung von Künstler und Agent. Eine deutlichere Unterscheidung zwischen beiden wäre wünschenswert.
Also dann doch nicht mit mir!
1. Hans Ulrich Obrist
2. Glenn D. Lowry
3. Sir Nicholas Serota
4. Daniel Birnbaum
5. Larry Gagosian
6. François Pinault
7. Eli Broad
8. Anton Vidokle, Julieta Aranda & Brian Kuan Wood
9. Iwona Blazwick
10. Bruce Nauman
11. Iwan Wirth
12. David Zwirner
13. Jeff Koons
14. Jay Jopling
15. Marian Goodman
16. Agnes Gund
17. Takashi Murakami
18. Alfred Pacquement
19. Fischli & Weiss
20. Mike Kelley
21. Barbara Gladstone
22. Steven A. Cohen
23. Dominique Lévy & Robert Mnuchin
24. Adam D. Weinberg
25. Marc Glimcher
26. Brett Gorvy & Amy Cappellazzo
27. Tobias Meyer & Cheyenne Westphal
28. Ann Philbin
29. Matthew Higgs
30. Matthew Marks
31. Tim Blum & Jeff Poe
32. Gavin Brown
33. Ralph Rugoff
34. Liam Gillick
35. Anne Pasternak
36. Dakis Joannou
37. John Baldessari
38. Isa Genzken
39. Paul McCarthy
40. Michael Govan
41. Eugenio López
42. Cindy Sherman
43. Ai Weiwei
44. Patricia Phelps de Cisneros
45. Annette Schönholzer & Marc Spiegler
46. Diedrich Diederichsen
47. Richard Prince
48. Damien Hirst
49. Bernard Arnault
50. Massimiliano Gioni
51. Amanda Sharp & Matthew Slotover
52. Joel Wachs
53. Victor Pinchuk
54. Udo Kittelmann
55. Marina Abramović
56. Michael Ringier
57. Gerhard Richter
58. Richard Serra
59. RoseLee Goldberg
60. Kasper König
61. Roberta Smith
62. Monika Sprüth & Philomene Magers
63. Germano Celant
64. Emmanuel Perrotin
65. Peter Schjeldahl
66. Beatrix Ruf
67. Okwui Enwezor
68. Nicolas Bourriaud
69. Karen & Christian Boros
70. Isabelle Graw
71. Maurizio Cattelan
72. Charles Saatchi
73. Jerry Saltz
74. Jasper Johns
75. Louise Bourgeois
76. Thaddaeus Ropac
77. Mera & Don Rubell
78. Thelma Golden
79. Sarah Morris
80. Carolyn Christov-Bakargiev
81. Anita & Poju Zabludowicz
82. Paul Schimmel
83. Jose, Alberto & David Mugrabi
84. Sadie Coles
85. Daniel Buchholz
86. Victoria Miro
87. Maureen Paley
88. Johann König
89. Nicolai Wallner
90. Maria Lind
91. Massimo De Carlo
92. Mario Cristiani, Lorenzo Fiaschi & Maurizio Rigillo
93. Rirkrit Tiravanija
94. Toby Webster
95. Long March Space
96. Nicholas Logsdail
97. Harry Blain & Graham Southern
98. Claire Hsu
99. Peter Nagy
100. Glenn Beck
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Maximal Performance
13. Oktober 2009 / Eingestellt von thw um 09:33 / 0 Kommentare
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Irritierend
11. Oktober 2009 / Eingestellt von thw um 19:04 / 0 Kommentare



Wieder mal sucht eine Sammlung den Standort in Berlin. Und das in der Zimmerstraße. Dabei handelt es sich um die Burger Sammlung. Was zu sehen ist, ist überzeugend und seltsam zugleich...
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Wider den Erwartungen
Eingestellt von thw um 18:20 / 0 Kommentare

Zwischen IMI Knoebel und Hanne Darboven ein Duane Hanson? Nein es ist ein richtiger lebender Wärter, in der Ausstellung zum Jahr, den sechzigsten Gründungsjahr der Bundesrepublik Deutschland.
Von der ersten Ankündigung bis zur Präsentation im Deutschen Historischen Museum Berlin wurde die Ausstellung immer größer, immer wichtige und immer bedeutsamer. Aber die Realisation vor Ort irritiert einen durch die Größe, die eher klein ist. Dafür aber sind die wesentlichen Ikonen in ausgewählten Werken für die Kunstgeschichte der Bundesrepublik und der DDR präsent.
Dafür ist der Katalog ein Muss für alle!
Aber warum wurde diese Präsentation nicht integriert in die allgemeine Sammlung...Das wäre dem Anlass gemäß gewesen. Dann zum zum 70ten!
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AAA
Eingestellt von thw um 16:48 / 0 Kommentare
Jens Nordmann
Jens Nordmann
Antonio Gonzalez Paucar (?)
Der Weg ist weit, aber er lohnt sich, besonders wenn man einen Gast aus Hamburg dabei hat. Die neue Ausstellung bei Max Hetzler in den Osram Häfen im Wedding ist zu 90%, oder waren es 80%, gelungen. Vielleicht liegt es auch daran, dass das Thema 'Zeichnung' in spezifischer Art und Weise aufgegriffen wurde.
Und die Räumlichkeiten sind für sich selbst überzeugend. Hin und selber gucken, aaa dito access all areas.
Hier die Pressemitteilung:
Access All Areas – a drawing exhibition Organisiert von Arturo Herrera und Tanja Wagner
September 25 - November 07, 2009
Galerie Max Hetzler zeigt Access All Areas – a drawing exhibition mit neuen Arbeiten von D-L Alvarez, Dan Attoe, Katarina Burin, Dieter Detzner, Paula Doepfner, Knut Eckstein, Ayşe Erkmen, Friederike Feldmann, Jean-Pascal Flavien, Katharina Grosse, Jens Hanke, Joe Hardesty, Dorothy Iannone, Šejla Kamerić, Alicja Kwade, Jonas Lipps, Michel Majerus, Michael Müller, Jens Nippert, Jens Nordmann, Chloe Piene, Antonio Gonzales Paucar, Berthold Reiß, Bernd Ribbeck, Jenny Rosemeyer, Josh Smith, Thaddeus Strode, Benedikt Terwiel, Alexander Wagner und Claudia Wieser.
Die Idee zur Ausstellung spielt mit Zeichnung als grundlegendste und direkteste Art ein Kunstwerk zu kreieren. Access All Areas versammelt 30 Künstler, die fast ausschließlich in Berlin ansässig sind. Allen gemeinsam ist die Erweiterung des Begriffs Zeichnung durch Zugriff auf unterschiedlichste Medien. Access All Areas zeigt die Möglichkeiten der Erschaffung und Deutung von Arbeiten, bei denen Zeichnung eine wichtige Rolle spielt, in all ihrer Vielfalt.
Die meisten Arbeiten wurden speziell für diese Ausstellung konzipiert und reichen von eher persönlichen Bleistiftskizzen bis konzeptuelleren Positionen. Formale Untersuchungen überschreiten die Grenze zu Malerei und Assemblage; Zeichnungen werden zu Performance und umgekehrt. Collagen mit Fotografie sind genauso zu sehen wie Wandarbeiten und Werke mit popkulturellen Bezügen.
Access All Areas – a drawing exhibition wurde von Arturo Herrera und Tanja Wagner organisiert. Das Interesse der Ausstellung gilt dem immensen Potential über welches die Zeichnung heutzutage verfügt, mit der Betonung auf eben dieses Medium als zeitgenössisches künstlerisches Instrument, welches ständig seine Möglichkeiten zu erweitern sucht.

Und draussen stand dann dieser Transportwagen. Schöne Grüße an Monika!
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Gut so?
Eingestellt von thw um 14:41 / 0 Kommentare

fragt sich der Experte und wundert sich über die Frage. Natürlich ist es gut, dass Olaf Metzels Beitrag zum 'Skulpturenboulevard 1987 jetzt doch noch einen festen Platz gefunden hat, aber wie man sieht, bleibt sie doch ziemlich verborgen...
Und dann entdeckt man in der Ausstellung der Burger Collection in der Zimmerstrasse diese kaum bekannte Meisterwerk von Olaf Metzel...
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Gravity's Rainbow
Eingestellt von thw um 14:05 / 0 Kommentare

wäre auch ein Titel für die derzeit laufende Ausstellung in der Temporären Ausstellungshalle. Allerdings weiß man, wo man gerade ist in der Ausstellung, aber man weiß nicht, was vor einem steht. Der Ausstellungsplan ist überladen, so ähnlich wie die Ausstellung. Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.
INSIDE: Scorpio's Garden
25. September bis 15. November 2009
zusammengestellt von Kirstine Roepstorff
Die Ausstellung Scorpio’s Garden ist eine subjektive Momentaufnahme der aktuellen Berliner Kunstszene und vereint Werke und Performances von über 30 internationalen Künstlerinnen und Künstlern. Kirstine Roepstorff (*1972) deutet Berlin metaphorisch als Garten und unterstreicht damit die Rolle der Stadt als Plattform für intellektuellen Austausch und künstlerische Produktion.
Und Warren schickt mir eine Einladung:
Warren sagt: „Dear All, Come on over if you are in Berlin and after lets meet at the performance Marco Bruzzone and Dieter Roelstraete dj ing in the Montags Bar also at the Temporare Kunsthalle. So come on over and lets party after!!!!“.
Veranstaltung: Some cursory comments on the nature of my wall drawing.......
Beginn: Montag, 19. Oktober um 18:00
Ende: Montag, 19. Oktober um 21:00
Wo: Temporare Kunsthalle Berlin
Let's meet
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Caution!
Eingestellt von thw um 09:37 / 0 Kommentare

Bei der Recherche für einen Artikel über ausländische Galerien in Berlin für das neue Kulturmagazin 'Berlin Block' (nicht zu verweechsen mit 'Blog') waren wir, A. und ich, auch bei Peres Project, am äußersten Rande Kreuzbergs.
Beim Hinausgehen stießen wir auf diesen Hinweis, den wir unseren Lesern nicht vorenthalten konnten.
Und hier die Kunst von
Joe BRADLEY
"EAT AT JOES"
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Über die Grenzen
9. Oktober 2009 / Eingestellt von thw um 09:49 / 0 Kommentare
gucken, lohnt sich meistens...
Hier im besonderen, handelt es sich doch bei diesen neuen 'causeries de lundi' auf der Seiten der artmagazine.cc um kritische Bemerkungen zu Kultur und Kulturpolitik von Martin Fritz. Ein Beispiel:
"Statt die vierfach überlappende Zuständigkeit für eine Holleinzeichnung (Quizfrage: international?, österreichisch?, angewandt? gezeichnet oder architekturbezogen?) zur Überlebensfrage zu machen, müssen in der nun folgenden Begutachtungsphase die versteckten Bomben identifiziert werden. Straffung und Stärkung der Steuerung und Aufsicht ist mit dem richtigen Regelwerk und in den richtigen Händen eine Tugend, die in den falschen leicht zum Skandal wird."
Zuweilen wünscht man sich das auch vor Ort, zum Beispiel zum Humboldtforum, aber was noch nicht ist kann ja noch werden.
Siehe auch diesen Hinweis:
"Transparenzhinweis:
Der Verfasser war gemeinsam mit Dieter Bogner und Sabine Breitwieser von Oktober 2007 bis Juni 2008 Moderator der museumspolitischen Initiative des BMUKK."
Noch ein Transparenzhinweis in eigener Sache: Martin ist ein guter Bekannter des Autors dieser Zeilen, ebenso wie Vitus Weh.
und ein weiterer Transparenzhinweis: Der Autor dieser Zeilen ist auch Autor für das kunstmagazin.cc.
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Wurmfan!
8. Oktober 2009 / Eingestellt von thw um 14:24 / 0 Kommentare

Hiermit oute ich mich als Fan von Wurm, Erwin Wurm. Und wenn man dann noch ein derartiges Photo in der Ankündigung der Ausstellung zugeschickt bekommt, muss man sich ja eigentlich auf den Weg nach München machen. So weit mir bekannt ist, hatte Erwin Wurm noch keine große Ausstellung in Berlin. Udo hilf!
Und hier die offizielle Pressemitteilung:
Erwin Wurm (li.) und Helmut Friedel (re.) beim Aufbau der Ausstellung im Kunstbau München
Foto: Städtische Galerie im Lenbachhaus München / Ernst Jank
Wenn Erwin Wurm eine Form aus der unerschöpflichen Asservatenkammer des Gegenständlichen herausgreift und zum Gegenstand seiner Bildnerei macht, dann wird dieses Ding zu etwas anderem und trägt fortan einen weiteren, besonderen Sinn mit sich. Autos, Kartoffeln, Gurken, Kleidung, um nur einige Objekte aus der Welt des Realen zu nennen, hat er in seinen Skulpturen „behandelt“, sie in ihrem Sinn verdreht und so neue Bilder gewonnen. Der Gedanke des Performativen spielt dabei eine wesentliche Rolle. So verwandelt er scheinbar banale Situationen, Gesten oder Handlungen in „One Minute Sculptures“ zu Ausdrucksformen einer „verfestigten Zeit“. Allein einen Gestus über eine Minute lang auszuhalten, verdeutlicht Sinnbezüge, die in der Geschwindigkeit des „normalen“ Ablaufs verloren gehen. Fotografien helfen, die plastischen Situationen zu bannen und in Bildern zu verdichten. Ähnliches kann sich auch in Filmen ereignen: Ein Mann steht unbeweglich von Sonnenaufgang bis -untergang und wird so durch die eingefangene Dauer zur Skulptur, fester, konstanter als die Sonne, die während dessen ihren Bogen zieht. Autos werden unter dem scharfen, auch ironischen Blick des Bildhauers zu „schrägen“ Objekten, indem sie sich verbiegen, seitlich neigen, an der Wand lehnen, oder wie im Film zu sehen ist, Hauswände emporfahren und das Lot- wie Waagrechte verkehren.
Von all dem wird die Ausstellung im Kunstbau „bebildert“ sein. Der vielfältige Umgang mit „Skulptur“ soll dabei zur Anschauung kommen, in einem ungeschiedenen Nebeneinander der Ausdrucksmöglichkeiten, die Wurm insbesondere in den letzten sieben Jahren entwickelt hat. Hierzu zählen neben den genannten plastischen Formen auch Texte, einfache Sätze und Behauptungen, die auf plakative Weise populistische Gedanken zum Ausdruck bringen. Wurm begreift diese Sprüche als eine Form „sozialer Plastik“, die den Widerspruch in sich birgt. So wird es einen Katalogbeitrag geben, in dem Wurm die an ihn gerichteten Fragen mit Fragen beantwortet.
Nach der Präsentation im Lenbachhaus Kunstbau, München, wird die Ausstellung auch im Kunstmuseum Bonn, im Museum Sammlung Essl in Klosterneuburg bei Wien, sowie im Ullens Center for Contemporary Art Beijing, China zu sehen sein.
Kurator: Prof. Dr. Helmut Friedel, Direktor der Städtischen Galerie im Lenbachhaus München
PUBLIKATION
Zur Ausstellung erscheint ein Künstlerbuch im Dumont Verlag, 336 Seiten, reich bebildert, mit Essays von Helmut Friedel, Stephan Berg, Franz Schuh u.a.
PROGRAMM
LESUNGEN
Fr, 13. November 2009, 19 Uhr
Liebe, Macht und Heiterkeit, Franz Schuh liest aus seinen Büchern.
Mi, 2. Dezember 2009, 19 Uhr
Robert Menasse liest aus seinem neuen Buch „Ich kann jeder sagen“. Erzählungen vom Ende der Nachkriegsordnung, erschienen im Suhrkamp Verlag 2009.
VORTRÄGE
Do, 10. Dezember 2009, 19 Uhr
Edelbert Köb, Direktor MUMOK Wien über das Werk von Erwin Wurm
Di, 12. Januar 2010, 19 Uhr
Helmut Friedel, Direktor Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kurator der Ausstellung im Gespräch mit Erwin Wurm
Der Kunstbau befindet sich im Zwischengeschoß des U-Bahnhofs Königsplatz
Luisenstraße / Briennerstraße 80333 München www.lenbachhaus.de <http://www.lenbachhaus.de>
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Lob der Enthaltung
Eingestellt von thw um 12:39 / 0 Kommentare

Das Lob hatten wir schon ausgesprochen anlässlich der Ausstellung im Autocenter, siehe hier.
Jetzt können wir die Enthaltung auch anders interpretieren, anhand des Buches 'Das Container Prinzip'. Der Autor wird aus dem Buch vorlesen:
Alexander Klose
Visual Essay, Vortrag und Buchpräsentation "Das Container-Prinzip"
Samstag, den 10. Oktober 2009 um 19 Uhr
im Rahmen der Ausstellung "cargo" (kuratiert von Anna-Catharina Gebbers)
Kunsthalle Autocenter
Eldenaer Str. 34 (via James-Hobrecht-Str., über dem Supermarkt)
10247 Berlin Friedrichshain
Der Kulturwissenschaftler Alexander Klose stellt den Container als das Medium der Globalisierungs-Gesellschaft schlechthin vor. Was elektronische Medien auf der Ebene der Information bewirken, vollbringen die Netzwerke des Transports im Austausch materieller Güter: Sie verschalten die entferntesten Gegenden der Erde zu einem globalen Dorf. Im Freudschen wie im Heideggerschen Sinne unheimlich bringt der Container in unerbittlicher, penetrant präziser Wiederholung das bodenlose Fundament einer im Zeichen der Ware stehenden Welt zu Tage. Der Container steht für die wirtschaftliche Dynamik der Globalisierung, aber auch für die entfremdeten Zustände im Kapitalismus. Und sein Inhalt birgt nicht nur einen Querschnitt durch die Gegenwart des globalen Konsumkapitalismus. Wie eine Büchse der Pandora ist der Container auch ein Behältnis vermeintlicher Bedrohungen wie Asylanten, Terroristen, Bomben. Container haben Einzug in die unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereiche gehalten: Als Fernsehformat (Big Brother), als psychologisches Modell sozialer Interaktionen oder als realer Ort für so unterschiedliche Nutzungen wie Universität, Sparkasse, Asylantenwohnheim, Kindertagesstätte, Bauleitung oder Brillengeschäft. Der Container behält alles nur vorübergehend und er scheint die moderne Antwort auf die uralte Frage nach der Organisation von Raum und Zeit zu sein.
Der an der Universität Weimar als Dozent tätige Klose wird seine Anfang September 2009 im Mare Verlag erschienene Publikation“Das Container-Prinzip“ vorstellen.
cargo
Globale Frachtrouten und die Nutzung von Containern als Transportbehälter für Menschen, Waren und Utopien sowie als temporäre Architekturen
cargo
Kader ATTIA, Frank BREUER, Tatjana DOLL, Simon FAITHFULL, Jan KÖHLER, Isa MELSHEIMER, Hans OP DE BEECK, Paul POET, Santiago SIERRA, Milica TOMIC
cargo vision
Victor ALIMPIEV, Dara BIRNBAUM, Suzon FUKS, Katarzyna KOZYRA, Marcel ODENBACH, Julia OSCHATZ, Alexandra RANNER, ROTHSTAUFFENBERG, Christoph SCHLINGENSIEF, Corinna SCHNITT
cargo manifest
Julieta ARANDA, Tjorg Douglas BEER, Marc BIJL, Norbert BISKY, Slater BRADLY, Marc BRANDENBURG, Steven CLAYDON, Peter COFFIN, Jason DODGE, Frauke EIGEN, Thomas ELLER, Hans-Peter FELDMANN, Ryan GANDER, Axel GEIS, Sebastian HAMMWÖHNER, Eberhard HAVEKOST, Mathilde TER HEIJNE, Alexander HEIM, Uwe HENNEKEN, Gregor HILDEBRANDT, Andreas HOFER, Graham HUDSON, Volker HUELLER, Sofia HULTÉN, William HUNT, James IRELAND, Lisa JUNGHANß, Annette KELM, John KLECKNER, Alicja KWADE, Chris LARSON, Tim LEE, Alastair MACKINVEN, Kris MARTIN, Jonathan MEESE, Michaela MELIÁN, Isa MELSHEIMER, Laurent MONTARON, Adam PENDLETON, Bernhard PRINZ, Jen RAY, Daniel RICHTER, Kirstine ROEPSTORFF, Michael SAILSTORFER, Thomas SCHEIBITZ, Norbert SCHWONTKOWSKI, Heji SHIN, Daniel SINSEL, Andreas SLOMINSKI, Florian SLOTAWA, Paul SNOWDEN, Peter STAUSS, Katja STRUNZ, Paloma VARGA WEISZ, Gabriel VORMSTEIN, Susanne M. WINTERLING, Johannes WOHNSEIFER, Amelie VON WULFFEN
Kuratiert von Anna-Catharina Gebbers
19. September - 17. Oktober 2009
Do, Fr, Sa 16:00 - 18:00 Uhr
Kunsthalle Autocenter
Joep van Liefland + Maik Schierloh
Eldenaer Str. 34 (via James-Hobrecht-Str., über dem Supermarkt)
10247 Berlin Friedrichshain
Das kleine rote Buch
Eingestellt von thw um 10:08 / 1 Kommentare

kennen wir irgendwie noch von der Chinesischen Kulturevolution und jetzt taucht es wieder in Berlin auf, etwas schmaler und dünner.
Aber um der Wahrheit die Ehre zu geben, handelt es sich bei diesem Exemplar um die 'Festschrift' zum vierzigjährigen Jubiläum der 'Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst'. Gesellschaft hört sich da schon anders an, aber der Begriff der Gesellschaft hat sich über die vierzig vergangenen Jahre verändert.
Diesem Wandel kann man indirekt auch den einzelnen Beiträgen nachgehen und sich gleichzeitig erinnern: da war ich dabei...und das Logo mit dem Stern hat auch heute noch etwas Aufrührerisches.
Und das Büchlein lässt sich gut einpacken, sodass man Lesestoff für die S-Bahn hat...
Was aber macht jetzt der NBK, der zur gleichen Zeit entstand? Den Direktor jedenfalls sieht man offensichtlich nur in den eigenen Räumen oder trägt er in der Öffentlichkeit eine Tarnkappe?
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Kritische Architektur
Eingestellt von thw um 09:21 / 0 Kommentare

Wie der Titel Issue 02 schon deutlich macht, ist dies die zweite Ausgabe der Zeitschrift, als pdf hier runter zu laden: www.on-curating.org
Und hier die offizielle Pressemitteilung:
Institution as Medium ˆ Towards a Critical Architecture of Institutions
In recent years, there is a growing interest in the forms and formats of presentation and exhibitions. In artistic production as well as in theoretical and historical reflection, the attention increasingly shifts towards how artistic practices are conferred with meaning through their presentation (from aspects of interior design or labeling, to questions of accessibility) and mediation, and not only through the works themselves. Especially through examples of exhibitions or museum collections, historical research analyzes the interplay of artistic works and their mediation, which ultimately aims to connect art and its contextualization within a political sphere. For many artists working today, consideration of the presentation form is a fundamental aspect of their work, which is often based on and reflected upon through references to historical examples of exhibition design.
'Institution as Medium ˆ Towards a Critical Architecture of Institutions' is the second part of a cooperation between the Postgraduate Program in Curating, ICS Institute Cultural Studies, Zurich University of the Arts (ZHdK) and Kuenstlerhaus Stuttgart, following a conference in Stuttgart in May 2008.
Contributions by:
Dorothee Richter and Axel John Wieder, Nikolaus Hirsch, Oliver Marchart, What, How & for Whom' WHW (Ivet Curlin, Ana Devic, Natasa Ilic and Sabina Sabolovic) and Ana Janevski, Joanna Mytkowska, Simone Schardt and Wolf Schmelter, Jacob Fabricius.
Editors: Siri Peyer, Dorothee Richter and Axel John Wieder
Cooperation: Postgraduate Program in Curating, Institute Cultural Studies, ZHdK und Kuenstlerhaus Stuttgart
Supported by Transdisziplinäres Atelier, Zurich University of the Arts ZHdK
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I would like to be there
7. Oktober 2009 / Eingestellt von thw um 15:54 / 1 Kommentare
My work has the appearance it has, wrongly called 'objective' and 'impersonal,' because my first and largest interest is in my relation to the natural world, all of it, all the way out. This interest includes my existence, a keen interest, the existence of everything and the space and time that is created by the existing things. Art emulates this creation or definition by also creating, on a small scale, space and time.
Donald Judd
dedicated to the re-opening of Donald Judd's freestanding works in concrete
October 9 - 11, 2009
Marfa, Texas
The Chinati Foundation is pleased to announce the re-opening of Donald Judd's Freestanding Works in Concrete, accompanied by exhibitions of drawings by Judd and a selection of his horizontal wall works ("progressions"), opening on Saturday, October 10, 2009. The concrete works, Judd's largest and most ambitious outdoor project, have received an extensive conservation treatment over the past two years. To mark the occasion, Chinati is hosting a weekend featuring a series of talks on these works and their conservation treatment; an exhibition of seldom-displayed Judd works from the museum's permanent collection; a two-part exhibition by Chinati Artist in Residence Alex Schweder; and a free concert Saturday night by Dan Deacon.
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Standfest
6. Oktober 2009 / Eingestellt von thw um 17:04 / 1 Kommentare
Eigentlich haben wir ja darauf gewartet, endlich mal eine kritische Stimme zu vernehmen anlässlich der Ausstellung von Thomas Demand in der neuen Nationalgalerie. Zwar konnte man schon vorher Hinweise auf unappetitliche Details in den Notizen von Botho Strauss vermerkt sehen, aber den neuen Staatskünstler zum sechzigjährigen Jubiläum der Bundesrepublik wollte doch keiner so Recht ins Visier nehmen. Aber im jüngsten Informationskunst Kunst findet sich jetzt der Verriss, auf den wir gewartet haben, damit die Dimensionen wieder zur Recht gerückt werden. Hier also der Text zur Zeit, zum Ausschneiden, Aufhängen oder Zusammenknüllen aus den Händen von Karlheinz Schmid:
Thomas Demand: Vom Bastler zum Denker und dann zurück
Es muss sein. Ich werde mich womöglich unbeliebt machen, aber
unwidersprochen kann das alles nicht stehenbleiben. Seit zwei Wochen nun
landauf und landab verklärende, schwärmerisch ausfallende Komplimente
für Thomas Demand und seine noch bis Mitte Januar in Berlin, Neue
Nationalgalerie, präsentierte und vermeintlich staatstragende
Ausstellung »Nationalgalerie«. Seitenlange Berichte in Magazinen,
ganzseitige Hymnen in beinahe jeder Tageszeitung, bisweilen sogar
Extra-Blätter, ganz so, als sei der Berliner Fotograf der Heilsbringer
schlechthin. Dabei, lässt man die überdrehte Lobhudelei vieler
schreibender Kollegen unbeachtet (von Kritiken mag ich angesichts dieser
PR-Texte wirklich nicht berichten), kann man den kaum nachvollziehbaren
Demand-Wirbel ernüchternd auf eine einfache Formel bringen. Brav
gebastelt, solide fotografiert, mit farbigen Vorhängen und ein paar
schicken Holzflächen auf bürgerliches Ambiente in großer nationaler
Galerie getrimmt, das ist die Basis dieses Ausstellungserfolgs.
Gewissermaßen als Schlagobers (es soll schließlich alles
gesellschaftlich relevant wirken!) obendrein von Botho Strauß und
anderen Prominenten ein paar kluge Statements, so dass Demands Handwerk
auf Vor- oder Nachdenker-Niveau gehievt erscheint. Politisch klingendes
Motto: »Nachdenken über Deutschland«. Doch ich frage mich, kann sich
diese vielfach überschwänglich gefeierte Kunst tatsächlich behaupten,
hat das bildnerische Werk des konventionell zwischen Raum und Fläche
operierenden Künstlers irgendeine Zukunft? Sind die ausgewählten
(Medien-)Motive nicht austauschbar, völlig beliebig, gestern Barschels
Wanne, heute Merkels Kanne und morgen Westerwelles Tanne?
Meines Erachtens macht sich diese ungeheuer ordentliche, aufwändige,
verdächtig deutsch anmutende Kunst letztlich entbehrlich, weil sie in
jenem Moment wieder profanisiert und in ihrer aufgeblähten Bedeutung
erheblich reduziert wird, wenn die Schlauberger der Nation, ob
Wissenschaftler oder Politiker, das Demand-Rahmenprogramm der Neuen
Nationalgalerie verlassen und die (re)konstruierten und dann
abgebildeten Räume nicht mehr als eben nur des Bastlers Fleißarbeit
sind. Dank der anlässlich dieser Schau national verankerten Ansprüche
liegt fortan die Latte für die Akzeptanz des Gesamtwerks noch höher als
bislang. Der Künstler wird sich gewaltig strecken müssen.
Karlheinz Schmid
Verpasst!
1. Oktober 2009 / Eingestellt von thw um 15:18 / 1 Kommentare

haben wir die Eröffnung in der Potsdamer Strasse, aber es war einfach zu viel los...
Aber wahrscheinlich war es genauso eng in der Galerie wie auf der Karte, wobei hier alle von der Galerie vertretenen Künstler auf einer Zeile gedruckt wurden.
Und die Besucher zur Eröffnung wohl nicht....
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Wer's glaubt...
Eingestellt von thw um 14:08 / 0 Kommentare
Christoph Tannert hat in der neuen Kunstzeitung (158/Oktober 2009) mal wieder den Nagel auf den Kopf getroffen, anlässlich des neuen Künstlerhaus Bethanien:
"Wir werden Workshop, künstlerischer Forschungsort und Think Tank sein. Das ist heute notwendiger denn je."
Da sind wir ja jetzt schon ganz neugierig darauf. Vor allem weil er seit seiner Berufung als Leiter der Institution im Jahre 2000 das Haus am Mariannenplatz zu einem solchen Ort hätte machen können. Aber wahrscheinlich haben wir da einfach etwas missverstanden. Schließlich ist gestern nicht heute und wer bestimmt denn, was notwendig ist. Eine kurze Nachfrage der Interviewerin wäre angebracht gewesen.
Und was passiert, wenn nichts passiert. Denn am neuen Ort gibt es wohl nicht die Chaoten, aber im Falle eines Falles kann er ja an seiner alten Wirkungsstätte vorbei schauen und und ein paar Chaoten einladen.
Gestalten gestalten...

















