Wie die Jungs

31. August 2009 / Eingestellt von thw um 13:40 / 0 Kommentare




Seit 1969 gibt es comme des garçons mit dem Stern unter dem c. Und eine Zeit lang davon lag dieses Parfum auch in unserem Bad.

Und eine Jacke, entstanden aus der Zusammenarbeit von comme des garcons mit Fred Perry, hängt auch noch an der Garderobe.

So feiern wir wie die Jungs comme des garçons!!!

Und schließlich hat Rei Kawakubo, die Chefin, auch die Künste unterstützt, falls jemand fragt, was diese 'Laudatio' hier soll.

Den 'Guerilla Store' hier in Berlin gibt es seit langem nicht mehr, und die Homepage des Guerilla Store meldet auch nur noch 'disappeared'...c'est dommage.

Für die Katz...

Eingestellt von thw um 12:40 / 0 Kommentare



Gerade noch hielt ich die Information über das Ausstellungsprogramm des Museums Ludwig in den Händen und freute mich an der Ausstellung und dem Filmprogramm von Harun Farocki im Haus neben dem Dom.

Und dann fiel mein Blick auf diese Verpackung, die irgendwie zum Thema passt: 'Metacam' als Abkürzung für 'Metacamera'.Denn schließlich ist im Pressetext zu lesen:

"Seine filmischen Untersuchungen gesellschaftspolitischer Symptome sind gepaart mit der Frage nach den Produktions- und Rezeptionsbedingungen des Filmbilds."

Das wäre doch ein schönes Motiv für die Programmbroschüre.

P.S.:Gebrauch der Verpackung und der Idee nach Freigabe von meiner Seite inclusive Honorar. Das wär' dann nicht für die Katz.

Verstehen Philosophen zeitgenössische Kunst ?

28. August 2009 / Eingestellt von thw um 10:54 / 0 Kommentare



wird in der Frieze, Ausgabe August 2009, von Jörg Heiser gefragt. Und das Gemälde von Mark Tansey mit dem Titel 'Derrida questions de Man' (1990, Öl auf Leinwand) ist das passende Kunstwerk dazu.

Aber die folgende Frage müsste jetzt ja heißen: 'Verstehen Künstler zeitgenössische Philosophie ?' Aber welches Buch von welchem Philosophen würde jetzt das 'Bildmaterial' zu Frage abgeben?

Bundestagsbeschlusserfüllung

Eingestellt von thw um 10:27 / 0 Kommentare

Wer diese Seiten öfter liest, weiß dass ihr Autor kein Freund des Berliner Schlosses ist, weder was Konzeption, noch Aufbau noch Verwendung angeht. Über den 'Perlentaucher' bin ich heute auf einen Artikel zum Berliner Schloss (da habe ich mich doch vertippt mit 'Berliner Schluss') von Jens Bisky gestossen, aus dem folgender Satz zitiert wird:

"Die Architektur hält sich an die Vorgaben, gewinnt aber keinen eigenen sinnlichen Reiz, keine grandezza. Man kann das alles so machen wie geplant, aber es wird wohl wenig mehr dabei herauskommen als Bundestagsbeschlusserfüllung."

Insofern empfinden wir an dieser Stelle eine 'klammheimliche Freude'. Das Grün vor Ort ist doch eine schöne Alternative.
Jetzt fragt sich natürlich, was nicht Bundestagsbeschlusserfüllung ist und was noch.

Schreck lass nach...

27. August 2009 / Eingestellt von thw um 17:17 / 0 Kommentare


Unser Briefkasten wird irgendwie kleiner oder liegt es an der Zunahme der Post? Und zwischendurch hält man plötzlich eine Postkarte in der Hand mit dem obigen Motiv und beim Lesen des Künstlernamens auf der Rückseite fällt einem die Karte fast aus der Hand:

Norbert Radermacher

Der Künstler, den ich in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhundert hier in Berlin kennen gelernt mit seinen 'Stücken für Städte', ist zum Maler geworden?

Nein, ein Blick auf seine Homepage belehrt mich eines Besseren. Die 'Stücke für Städte' gibt es immer noch. Und in Berlin lebt er auch noch.

Und die Galerieausstellung wird am 4.9. bei Ute Parduhn in Düsseldorf eröffnet.

Feind Bild Hauer

Eingestellt von thw um 17:02 / 0 Kommentare



MARKUS WEISBECK

DO THE STARS NEED A REASON TO SHINE
01.08. – 11.09.2009

zu sehen bei Krome Gallery

Honi soit qui mal y pense

26. August 2009 / Eingestellt von thw um 13:25 / 0 Kommentare

Auf der Suche nach etwas anderem, bin ich auf diese Seite gelangt und wollte diesen Text (s.u.) den Lesern dieses Blogs nicht vorenthalten. Schließlich war Michaël Borremans der Kandidat von Neo Rauch für seine Nachfolge an der Hochschule der Künste in Dresden.


Künstlerporträt: Michaël Borremans

Star der jungen figurativen Malerei

Der Belgier Michaël Borremans (*1963) wird als neuer Star der jungen figurativen Malerei gefeiert. Obwohl ursprünglich zum Fotografen und Grafikdesigner ausgebildet, hat er sich zunächst mit seinen düsteren Zeichnungen und rätselhaften Gemälden international einen Namen gemacht. Die auffallend virtuos ausgeführten, in zurückhaltenden Farben gehaltenen Gemälde zeigen meist einzelne Figuren oder kleine Gruppen, die sehr konzentriert und mit betonter Gestik agieren. Was die Protagonisten der Bilder tun, bleibt verborgen. Alles scheint in eine drückende Zeitlosigkeit getaucht und die Handlungen der Figuren wirken sinnlos. Man erkennt den durchaus ironischern Kommentar des Malers auf bürgerliche Normierungen und Zwänge. Vorlagen und Einflüsse für seine komplexen und faszinierenden Arbeiten findet Borremans in alten Fotografien, Zeitschriften, bekannten TV-Serien wie in der Literatur. Diese disparaten Elemente führt er, in einer mit Joseph Cornell vergleichbaren Art und Weise, in seine intimen und poetischen Tableaux zusammen. Für Borremans ist »ein Gemälde kein unbewegliches Bild: Es bewegt sich, es hat eine Präsenz.«

Seit 2005 arbeitet Borremans mit Film. Es sind sich langsam verändernde Tableaux vivants mit poetischen Titeln, in denen durch kaum merkliche Kamerabewegungen langsam eine bedrückende Atmosphäre aufgebaut wird. Der Bezug zu seinen Bildern ist dabei unverkennbar. Mit fester Kameraposition oder durch langsames Zoomen isoliert er die Aufmerksamkeit jeweils auf Teile der Szenerie, auf Körperteile, Gesichter oder Kleidungsstücke. Es bleibt unklar, wer diese Menschen sind oder was genau sie tun. Wie in seinen Gemälden bewegen sich auch die Akteure in Borremans Filmen auf einer dünnen Linie zwischen der wieder erkennbaren Realität des Alltags und einer bizarren Traumwelt.

So verführerisch die Werke in ihrer Ästhetik sind, so irritierend und kaum entschlüsselbar wirken ihre Inhalte. Das filmische, malerische und zeichnerische Werk eint eine Form der Betrachterüberwältigung durch Entschleunigung, Präzision und Sog. In seinen verführerischen Arbeiten schafft er überzeitliche Bilder von innerer Getriebenheit und äußerer Macht, vom latenten Druck, Mensch zu sein. Hinter einem Schleier stilistischer Makellosigkeit simuliert Borremans durch die bewusste Setzung von Fehlern und Unschärfen gängige Rituale von Lesbarkeit und Sinn. Seine atmosphärisch hochgradig aufgeladenen Bilder sind Vexierspiele mit politischen und psychologischen Mustern der Weltwahrnehmung, die camouflageartig und fragil zwischen erbarmungslosem Realismus und nebulöser Distanzierung pendeln.

Caroline Schilling



Michaël Borremans
Paintings
Text von Jeffrey Grove

Englisch
2009. ca. 184 Seiten, ca. 84 farbige Abb.
24,50 x 31,00 cm
Broschur

Erscheinungstermin: September 2009


Und zugegebenermaßen ist der Kölner 'Kandidat' nicht der Rede wert, aber Michael Borremans um so mehr. Im Übrigen gilt wie üblich der Spruch auf dem Hosenbandordnen:

Honi soit qui mal y pense



Der kleinste bzw. größte gemeinsame Nenner?

Eingestellt von thw um 13:02 / 0 Kommentare

in dieser Listen ist? Antwort folgt....

Und die Antwort lautet: Sektor focus

art forum berlin 2009
24. September - 27. September 2009
Vernissage 23. September 2009
art forum berlin 2009: Sektor focus
Internationale Galerien der jüngsten Generation präsentieren sich im Sektor focus des 14. art forum berlin

Berlin, 26. August 2009 – Internationale Galerien der jüngsten Generation präsentieren sich im Sektor focus des 14. art forum berlin. Während in den Hallen 18 und 20 im Sektor galleries Galerien mit zeitgenössischer Kunst und eine Anzahl von Galerien mit Kunst seit den 60er Jahren vertreten sind, ist die Halle 11.2 den Galerien vorbehalten, die nicht älter als fünf Jahre sind.

30 Projekte, die von jungen Galerien für Einzel- aber auch Gruppenpräsentationen eingereicht wurden, sind vom Selection Committee des art forum berlin aus rund 100 Bewerbungen juriert worden. Bei der Auswahl der Galerien im Sektor focus wurde das Selection Committee von den beiden Experten Jocelyn Wolff (Galerie Jocelyn Wolff, Paris) und Robert Meijer (Lüttgenmeijer, Berlin) beraten.

Die Standarchitektur von Roger Bundschuh im Sektor focus ist offen und bietet Einblicke in die links und rechts angeordneten, jeweils 25 Quadratmeter großen Stände und im Mittelbereich Raum zum Entspannen und Kommunizieren.

Von der international besetzen und renommierten Jury - bestehend aus Abaseh Mirvali (Cultural and public policy projects producer, Mexico City), Udo Kittelmann (Direktor der Nationalgalerie, Berlin) und Raphael Gygax (Assistenz-Kurator migros museum für gegenwartskunst, Zürich) – wird in diesem Jahr der „Beste Stand“ gekürt. Das Preisgeld in Höhe von 7.000 Euro wird von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen im Rahmen ihrer Landesinitiative „Projekt Zukunft“ zur Verfügung gestellt.

Aanant & Zoo Berlin
Arratia, Beer Berlin
Artericambi Verona
Galerie Katharina Bittel Hamburg
Galerie Lena Brüning Berlin
Chert Berlin
EDS Galería Mexico City
Feinkost Berlin
Figge von Rosen Galerie Köln
Gentili Apri Berlin
Hoet Bekaert Gallery Gent
Kisterem Budapest
Klemm's Berlin
Kunstagenten Berlin
Lüttgenmeijer Berlin
Galerie Mario Mazzoli Berlin
Pianissimo Milan
Tatjana Pieters / Onetwenty Gent
PSM Berlin
Rodeo Gallery Istanbul
Galerie Gabriel Rolt Amsterdam
Galerie Jette Rudolph Berlin
Galerie Schleicher + Lange Paris
September Berlin
Sommer & Kohl Berlin
Sassa Trülzsch Berlin
Tulips & Roses Vilnius
Van Horn Düsseldorf
West Den Haag
Galerie Eva Winkeler Frankfurt on the Main

Finden Sie den Fehler!

Eingestellt von thw um 10:17 / 1 Kommentare



hieß es früher in ähnlichen Fällen. Ein Blick genügt vielleicht, oder auch ein zweiter, wenn nicht sogar ein dritter...

Duchamp gegenüber

25. August 2009 / Eingestellt von thw um 20:11 / 0 Kommentare



Das Künstlerpaar Caroline Buchmann und Stefan Banz lebt am Genfer See.
Im Jahre 1946 verweilte Marcel Duchamp am selben Ort. Von seinem Hotelzimmer hat er einen direkten Blick auf einen Wasserfall. Der nahe gelegene, durch die felsigen Weinberge des Lavaux in die Tiefe stürzende Wasserfall Le Forestay inspirierte den Dadaisten zu seinem letzten grossen Meisterwerk, Étant donnés: 1. La chute d’eau, 2. Le gaz d’éclairage. Der Künstler fotografierte den Wasserfall und machte ihn zum Ausgangspunkt seiner enigmatischen Installation, die seit 1969 im Philadelphia Museum of Art steht.




Das Künstlerpaar guckt in die Gegenrichtung und macht aus dieser Erfahrung zahllose Bilder und ein Buch
mit dem Titel:

What Duchamp Abandoned for the Waterfall

Tatsächlich handelt es sich bei diesen Fotografien um Naturaufnahmen besondere Güte. Sie sind nicht einfach nur Bilder eines spezifischen Gewässers, sondern 'Weltbilder' im Sinne einer Erdgeschichte.





Ausschnitt aus dem Pressetext:

Caroline Bachmann und Stefan Banz haben nun den Ort eruiert, wo Duchamp seinerzeit gestanden hat – und die Ausgangslage umgedreht: Sie fotografierten mehrere Jahre lang die atemberaubende Aussicht, der Duchamp damals den Rücken zukehrte. Dieses Künstlerbuch zeigt aus diesem Work in Progress hundert Farbfotografien von Genfersee, Waadtländer-, Walliser- und Savoyeralpen in chromatischer Abfolge. Es sind dramatische Stimmungsbilder einer Region, die zu den attraktivsten und aussergewöhnlichsten Europas zählt.
Der Essay beschreibt, was es mit Duchamps Meisterwerk auf sich hat und warum er gerade diesen Wasserfall für sein Werk fotografierte.

Caroline Bachmann
, geboren in Lausanne, studierte an der Ecole des Arts décoratifs in Genf. 1991–2002 lebte sie in Rom. Zusammenarbeit mit Stefan Banz seit 2004. Caroline Bachmann ist zudem Professorin für Malerei und Zeichnung an der Haute École d'Art et de Design in Genf.

Stefan Banz, geboren in Sursee, studierte Kunstwissenschaft, Deutsche Literatur und Literaturkritik an der Universität Zürich. Mitbegründer der Kunsthalle Luzern. Stefan Banz ist freischaffender Künstler und schreibt über Kunst.

Stefan Banz und Caroline Bachmann arbeiten seit 2004 unter dem Namen Bachmann/Banz zusammen. Sie leben in Cully, VD. Weitere Informationen: www.bxb.ch and www.banz.tv.


Bibliographische Angabe:

Caroline Bachmann und Stefan Banz

What Duchamp Abandoned for the Waterfall

Mit einem Essay von Luc Debraine

Text Englisch, Französisch und Deutsch

Gebunden
216 Seiten, 100 farbige und 1 sw Abbildungen

14,5 cm x 19 cm

978-3-85881-261-2

CHF 49.90 | € 27.94 (€ 29.90)

Sehen wir es mal so!

Eingestellt von thw um 17:50 / 0 Kommentare




Mir hat es gefallen und ich komme wieder zur Ausstellung von Ceal Floyer in den Kunstwerken-..im Gegensatz zu Markus Wirthman, der einen veritablen Verriss geschrieben hat.






Vielleicht muss man zwischendurch mal die Blickrichtung ändern, dann sieht es schon anders aus.

Lob der Provinz

Eingestellt von thw um 11:58 / 0 Kommentare



Tatsächlich, es fehlt noch eine weitere Kunstinstitution. Notwendig ist die Institution, die wichtige Ausstellungen aus der Provinz in der Metropole zeigt.

Beispielhaft dafür ist diese Ausstellung im Badischen Kunstverein mit dem schönen Titel 'Learn to read art', in der der Geschichte von Printed Matter nachgegangen wird. Die Vermutung, es handele sich bei dem Text oben um eine Arbeit von Lawrence Weiner, ist zutreffend.




Die Ausstellung wurde kuratiert von AA Bronson, dem einstigen Mitglied von GENERAL IDEA.
Die anderen Mitglieder der Gruppe verstorben:

Felix Partz, born Ronald Gabe, Winnipeg, Manitoba, Canada, 1945-94.

Jorge Zontal, born Slobodan Saia-Levy, Parma, Italy, 1944-94.

Den Laden von Printed Matter habe ich noch mit eigenen Augen in New York City gesehen. Ob er heute noch existiert? Sicherlich, aber nicht am gleichen Ort.

Nächste Station der Ausstellung:


Printed Matter.Learn To Read Art
MUSAC
Museo de Arte Cotemporáneo de Castilla y León, Spain
July 11, 2009 – January 10, 2010

Und hier findet sich auch die Homepage con 'Printed Matter'.


Und hier ein Ausstellungshinweis, passend:

GENERAL IDEA
WORKS 1987 - 1994
Vernissage: 27. August 2009, 17.00 - 20.00h

28. August - 26. September 2009


GENERAL IDEA
Works 1987 - 1994
28. August bis 26. September 2009

Wir freuen uns, Ihnen Werke der 1969 von AA Bronson, Felix Partz und Jorge Zontal gegründeten kanadischen Künstlergruppe GENERAL IDEA präsentieren zu dürfen.

Die Ausstellung rekonstruiert die 1994 in unserer Galerie an der Dufourstrasse in Zürich gezeigte Show Infe©ted Duchamp – Infe©ted Indiana – Infe©ted Mondrian – Infe©ted Rietveld. AA Bronson arbeitet heute als einzig noch Lebender des Kollektivs – Felix Partz und Jorge Zontal starben 1994 an den Folgen von Aids – unter eigenem Namen weiter und leitet den Künstlerbuchverlag und Buchladen Printed Matter, Inc. in New York.

General Idea sind durch das Formenrepertoire der neueren Kunstgeschichte gefegt und haben sich ironisch, widerspruchsvoll und kritisch mit ihr auseinandergesetzt. Mit Vorliebe nahm das Trio die klassische Moderne ins Visier, um sie mit dem General-Idea-Bazillus zu infizieren. Auch eigneten sie sich fleissig volkstümliche Bildwelten und popkulturelle Medien an, kommentierten das Künstlerklischee und die Medienwelt, reflektierten anhand von konzeptuellen Arbeiten die Struktur des Kunstbetriebs und arbeiteten am Kunstbegriff unserer Zeit. Ihr Werk ist medial breit angelegt und umfasst Installationen, Objekte, Performances, Fotografien, Leinwandarbeiten, Videos und Zeichnungen sowie Multiples, Magazine, Postkarten und Poster. Die Ästhetik oszilliert zwischen banalen bis kitschigen Formfindungen aus der Alltagswelt und der Appropriation von Kunstwerken und Stilen als Träger von eigenen künstlerischen Metaphern. 1974 gründete die Gruppe die Kunstfirma Art Metropole in Toronto, die bis heute Multiples, Videos und Bücher von Künstlerinnen und Künstlern produziert und verkauft. All dies machte General Idea zusammen mit ihrem Aids-Aktivismus in den 80er und 90er Jahren international bekannt.

In den Räumen der Mai 36 Galerie ist nun eine Serie zum Thema AIDS zu sehen. Felix Partz erarbeitete sie kurz vor seinem Tod und nannte sie Infe©tions. Formal sind es umformulierte Nachahmungen von Arbeiten von Piet Mondrian, Marcel Duchamp, Gerrit Rietveld und Robert Indiana. So infizierte Partz in Infe©ted Mondrian, 1994, das "De Stijlsche"-Grundfarbendogma, indem er das Gelb mit Grün übermalte. Noch radikaler vollzog er diese Geste bei einer Serie echter Rietveld-Chairs. Auf Duchamp referieren die Infe©ted Coeurs Volants und die Infe©ted Pharmacie. Biographisch motiviert sind die Arzneikapseln, welche im Spätwerk von General Idea häufig auftreten. Immer noch erfrischend ist das Set der Selbstporträts der Künstlergruppe, die sich seit 1982 als Doktoren, Babies und Pudel in stets veränderten Versionen darstellten. Mit diesen Figuren antworteten General Idea auf die “Neue Figuration”. Dass sie zeitweise den affektierten, überzüchteten Pudel zu ihrem Wahrzeichen wählten, ist für ihre Kunststrategie des Paradoxen äusserst charakteristisch. Den Hintergrund für die Gemälde und Objekte bildet die „AIDS-wallpaper“, welche auf Robert Indianas „LOVE“-Kultbild von 1966 zurückgeht.

Mit den hier gezeigten Werken knüpfen General Idea an einen aktuellen, ästhetischen Diskurs an; stehen doch Rückgriffe auf die klassische Moderne hoch im Kurs und gilt die Idee der Durchdringung von Kunst und Leben wieder als eine brauchbare Vision. Denn ist es nicht naheliegend und auch tröstlich, sich in krisengeschüttelten Zeiten auf die Utopien der klassischen Avantgarden zurückzubesinnen? [Text: Dominique von Burg]

Im Rahmen der Ausstellungen findet die Vernissage am Donnerstag, 27. August 2009 von 17 bis 20 Uhr statt. AA Bronson wird am Samstag, 29. August anwesend sein. Auf Anfrage lassen wir Ihnen gerne geeignetes Bildmaterial zukommen (office@mai36.com).
Wir freuen uns, Sie bald in der Galerie zu begrüssen und danken Ihnen für Ihr Interesse.

Mai 36 Galerie Rämistr. 37 CH-8001 Zürich
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Aus gegebenem Anlass

21. August 2009 / Eingestellt von thw um 20:20 / 0 Kommentare



Hier
findet sich eine kluge Kritik der Ausstellung 'Rohkunstbau' , aus den Händen von Astrid Mania. Lesenswert.

Ebenfalls morgen!

Eingestellt von thw um 20:17 / 0 Kommentare

Na, endlich...

20. August 2009 / Eingestellt von thw um 12:11 / 0 Kommentare




Irgendwie hat man darauf gewartet und unter der neuen Direktion des Berliner Künstlerprogramms (im folgenden BKP) durch KatharianNarbutovič ist es geschehen: Die erste Broschüre des BKP ist erschienen mit Informationen zu den Gästen des Jahres, gestaltet von Cyan.

Das ist informativ, lesenswert und erhaltenswert, besonders für jemanden, der das Programm seit 1982 verfolgt hat. War es diesem Programm zu verdanken, dass ich John Cage traf und mit ihm ein bewegendes Interview durfte? Eigentlich fehlt jetzt nur noch der Katalog der Gäst v0n 1963 bis 2007. Denn diese Broschüre umfasst die 'Jahrgänge' von 2008 und 2009.

Und innen drin sieht es so aus:


Hier zwei Seiten aus dem Buch mit Bildern von Tim Lee und
























Text zu Tim Lee: Wir sind doch alle irgendwie Young




Und hier die Pressenotiz für zwanzigzehn:

Arm dran!

18. August 2009 / Eingestellt von thw um 13:46 / 0 Kommentare



Es ist zu hoffen, dass es den ehemaligen Schlossbesitzern besser geht als den Organisatoren des Rohkunstbaus. Diesmal mit der Nummer XVI, auf gut deutsch 16. Das letzte Mal war ich eher abgestoßen von der Kunstschau, die mir den Eindruck vermittelte, Kunst sei vor allem etwas für die Happy Few. Diesmal waren wir nicht zur Eröffnung angereist, sondern sozusagen mittendrin. Das Schloss Marquardt bei dem Dorf Marquardt ist ein kleines, etwas heruntergekommenes Juwel. (Man übersehe nicht das abgebrannte 'Wirtschaftsgebäude' nebenan, das in sich selbst schon wieder ein Kunstwerk ist).
Drinnen geht es klassisch zu mit

MARTIN ASSIG
Deutschland, Malerei / Zeichnung / Skulptur
ROBERT BARTA
Tschechien / Deutschland, Installation / Objekt
DENNIS FEDDERSEN
Deutschland, Skulptur / Installation / Zeichnung
GREGOR HILDEBRANDT
Deutschland, Malerei / Objekte / Installation
SABINE HORNIG
Deutschland, Skulptur / Installation / Fotografie
LISA JUNGHANSS
Deutschland, Video / Fotografie / Textcollage
ŠEJLA KAMERIĆ
Bosnien-Herzegowina, Fotografie / Video / Performance
KATARZYNA KOZYRA
Polen, Performance / Video / Fotografie
DEIMANTAS NARKEVIČIUS
Litauen, Film / Video
THOMAS SCHEIBITZ
Deutschland, Malerei / Bildhauerei / Fotografie

Es lohnt den Weg, wenn man ihn mit einem Bad im See ergänzen kann sowie einem Besuch im Dörfchen Marquardt und dem dortigen Café mit besonderer Atmosphäre, dem Lavendelhof Marquardt.

Da vergisst man dann auch, dass man für sieben Euro noch nicht einmal eine richtige Eintrittskarte erhält, sondern Standardware aus dem Papierhandel. Und die Presse zahlt fünf Euro. Und damit endet der Text dazu auch an dieser Stelle.

Dennoch haben wir etwas übersehen, nämlich die Broschüre zum Ausstellungsprojekt, siehe hier




Und einen Katalog habe ich auch erblicken können oder war das eine Täuschung?

Glück gehabt!

Eingestellt von thw um 13:21 / 0 Kommentare



Hätte mich Stefan Banz nicht angerufen und hätte ich nicht als Treffpunkt das Café in den Kunstwerken vorgeschlagen, wäre mir dieser Anblick nicht zugänglich gewesen.



Das Café war schön leer und ruhig und die Chef-Kuratorin Susanne Pfeffer liess sich auch blicken. Jetzt sind wir nur auf die Ausstellung neugierig.


Ah, ja

17. August 2009 / Eingestellt von thw um 18:38 / 1 Kommentare

Aus gegebenem Anlass

Eingestellt von thw um 16:51 / 0 Kommentare



bekenne ich mich zu einem spezifischen Fetischismus, der nicht bei der Ware beginnt, aber auch dort nicht aufhört.
Und wenn in einem Scan des Buchtitels dann auch noch deutlich die Gebrauchsspuren zu sehen sind, dann hat der Fetisch seine Funktion erfüllt.

Der gegebene Anlass findet sich im Übrigen hier, mit einer kurzen Nachfrage von meiner Seite. In dem abgebildeten Buch wird Originaltext und die Übersetzung des Textes abgedruckt.

In dem Buch und dem spezifischen Artikel kann man dann auch einen Satz entdecken, der durchaus heute noch Bedeutung hat:

"Ein Begriff, der anders, doch nicht ganz anders beschaffen ist als der einer elektrischen Kraftlinie, ist der der 'Sensibilität der Sechzigerjahre' (es kommt nicht darauf an, ob man hier mit ihm einverstanden ist); auch er ist eine 'nützliche' Fiktion: er versorgt gewisse Leute mit einer bestimmten Art Bild, das ihnen hilft, den Geltungsbereich etc. verschiedener Sätze etc. zu erkennen."
Terry Atkinson/Michael Baldwin 1. Air-conditioning Show /Air Show / Frameworks in:
Art&Language Texte zum Phänomen Kunst und Sprache, herausgegeben von Paul Maenz und Gerd de Vries, Köln 1972

Man ersetze nur die 'Sensibilität der Sechzigerjahre' durch die 'Indifferenz der Neunzigerjahre'.

Original und Fälschung?

Eingestellt von thw um 16:12 / 0 Kommentare




Die Frage ist einfach zu beantworten, wenn man ein bisschen nachdenkt. Dabei handelt es sich in beiden Fällen um einen 'Abdruck' von Kaffee, siehe oben am linken Rand. Zumindest bin ich bei einem Artefakt schon sehr nervös geworden..

Und andererseits soll der Hinweis auf Ian Wilson auch so etwas wie eine Mahnung sein für die hiesige Kunstlandschaft...denn was das MACBA kann oder das MAMCO, kann die Nationalgalerie nicht, geschweige denn eine andere Kunstinstitution.





Und hinter diesem Cover verbirgt sich ein Katalog zum Werk von Stella Geppert. Mehr davon demnächst...

Good to be back

Eingestellt von thw um 11:06 / 0 Kommentare




Es ist schon einige Zeit her als ich an der damaligen HdK einen Lehrauftrag erhielt, den einzigen bis dato. Das hat den guten Sinn, dass ich die damals daran Beteiligten noch mit Namen und Gesicht im Kopf habe.

Und ab und zu meldet sich jemand von damals, mit guten Wünschen, mit Buch oder Erinnerungen. Letzteres trifft auf Ulrich Heinke zu, der mir ein schmales Büchlein zusandte. Das Buch umfasst schon veröffentlichte Texte und neuere, unter anderen den Text mit dem Titel 'Kleintierfutterplätze im Realkunstseminar'.

Das liest sich dann so und ist durchaus unterhaltsam:




So und jetzt erwarte ich den nächsten Lehrauftrag...

Und hier findet sich die Homepage von Ulrich Heinke.

Post aus Texas

Eingestellt von thw um 10:47 / 0 Kommentare



Unverhofft kommt nicht so oft... Über Mischa Kuball habe ich einen Einladung zur Chinati Foundation erhalten...Das freut einen, weil es schließlich eine Institution ist, die nicht nur für die alten Meister wie Donald Judd arbeitet, sondern in ihrem Stipendienprogramm auch für die jungen Meister und Meisterinnen.
Zu denen gehört jetzt auch Mischa Kuball.



Mit Begeisterung erinnern wir uns an das Prada Marfa von 2005 von Elmgreen/Dragset.

Geniale Irreführung

15. August 2009 / Eingestellt von thw um 09:17 / 0 Kommentare





Diese Irreführung fängt schon mit dem Titel an und sie hört auch nicht auf. Was die bildende Künstlerin und Schriftstellerin Ricoh Gerbl in ihrem jüngsten Buch veröffentlicht, ist eine höchst intelligente Mischung von Klatschroman, Zeitkritik und Nouveau Roman.
In der Betrachtung der Dinge zeigt sich die Referenz an die Gegenstandswelt, wie sie für den nouveu roman kennzeichnend ist. Andererseits mag sich in dieser Dinghaftigkeit auch der Zugang der bildenden Künstlerin zum eigenen Material zeigen. Aber schon die Sprache und deren Form gewinnt bei Ricoh Gerbl eine ganz spezifische Materialität, die ungewohnt ist. Denn einerseits führt sie diese Sprache vor und andererseits wird sie auch getragen von den Personen, die die einzelnen Erzählungen bevölkern. Aber schon in der beschreibenden Kritik stößt einem das Wort 'bevölkern' seltsam auf.
Tatsächlich ist das ein Ergebnis der Lektüre dieser Erzählungen. Ihre Alltäglichkeit wird konterkariert durch ein Sprachgefühl, das sich als Konstruktion gibt und doch auch immer Vermittlung ist. Wie die Autorin in einem Gespräch für die Zeitschrift 'von hundert' angibt, ist für sie die Literatur eng verbunden mit der Fotografie. Literatur ist eine Art Standaufnahme. In der 'Aufnahme' zeigt sich dann auch eine doppelte Körperlichkeit, einerseits der Sprachen selbst, andererseits der handelnden Personen, die Körper gewinnen über die Sprache.
Mit 'Leben im Luxus' sind der Autorin literarischen 'Aufnahmen' besonderer Güte gelungen. Dabei sollte nicht übersehen werden, dass diese Erzählungen auch ein starkes ironisches, wenn nicht humoristisches, Moment enthalten.
Wenn man das Buch jetzt nicht entdeckt, wird man es in fünf oder zehn Jahren entdecken. Und man wird sich ärgern, dass man es beim Erscheinen nicht wahrgenommen hat. Eben eine geniale Irreführung.


Ricoh Gerbl
Leben im Luxus
Erzählungen

Mitteldeutscher Verlag (Halle) Saale
160 S., KlBr
ISBN 978-3-89812-600-7

Real oder digital?

11. August 2009 / Eingestellt von thw um 14:49 / 1 Kommentare



Mit der jüngsten Aussendung der

Galerie Alexandra Saheb
Auguststrasse 91
10117 Berlin
Tel.: +49 (0)30 20054384
www.alexandrasaheb.de

erhielten wir auch das oben gezeigte Bild und das führte ganz unwillkürlich zu der im Titel angeführten Frage.
Allerdings müssen wir jetzt warten bis zur Eröffnung am 5.9. mit Werken von Kei Takemura.

Wenn mich nicht alles täuscht, waren die Räumlichkeiten auch mal Teil der Kunst-Werke. Dort wurde dann auch mal eine Ausstellung von Monica Bonvicini gezeigt.

Das sind dann wohl erste Bemerkungen zu einer Historiographie der Berliner Kunst nach dem Mauerfall.

Gefunden die Perlen

Eingestellt von thw um 10:31 / 0 Kommentare



mit dem Perlentaucher.

Der Artikel findet sich hier.

Seltsam überzeugend...

7. August 2009 / Eingestellt von thw um 20:08 / 3 Kommentare



Vielleicht ist dieses Photo das richtige zu der neuen Ausstellung im Kunstmuseum Wolfsburg mit dem Titel


Leichtigkeit und Enthusiasmus
Junge Kunst und die Moderne



mit den Künstlern und Künstlerinnen Duncan Campbell, Marcel van Eeden, Friederike Feldmann, Sabine Hornig, Julian Rosefeldt , Tatiana Trouvé undSascha Weidner.

Lassen wir den Pressetext für sich selbst sprechen:

Das Kunstmuseum Wolfsburg widmet sich mit dieser Ausstellung von ausgewählten Positionen zeitgenössischer Kunst der Frage, auf welche Weise die Kunst zukunftsfähig bleiben kann, ist diese Frage doch für ein Museum mit einer Sammlung zeitgenössischer Kunst existenziell. Wie geht es weiter? In welche Richtung kann sich ein Museum im 21. Jahrhundert entwickeln, das ja nicht nur für die Gegenwart, sondern auch und gerade für die Zukunft sammelt? Duncan Campbell, Marcel van Eeden, Friederike Feldmann, Sabine Hornig, Julian Rosefeldt, Tatiana Trouvé und Sascha Weidner, geboren zwischen 1962 und 1976, haben in den letzten Jahren mehrfach gezeigt, dass sie in der Lage sind, in das Dickicht der gegenwärtigen Unübersichtlichkeit Schneisen zu schlagen, indem sie die traditionellen Kunstsparten Malerei, Skulptur, Zeichnung oder Fotografie und Video in ihrer Historizität überprüfen und weiterentwickeln. Jedem und jeder von ihnen geht es darum, sich ausgehend von kunstgeschichtlichen Genres ein offenes Terrain zu erarbeiten, in dem sie ihre individuellen Erfindungen ansiedeln können. Die Künstler befragen in ihren Arbeiten die Realität und stellen sie als eine konstruierte oder fiktive dar. Sie stellen der Wahrnehmung Fallen und nutzen dazu, abgesehen von konzeptionellen, sowohl literarische, soziologische als auch theatralische Erzählweisen. Sie bearbeiten die Pathosformeln der Moderne durch das Re- und Dekonstruieren ihrer Gesten: Zeit, Architektur und Raum, Bild- und Ortlosigkeit, Geschichte und Fiktion, Erinnerung und Fälschung.


Typographische Kunst

Eingestellt von thw um 19:53 / 0 Kommentare



Ist es Werbung oder Kunst? Man weiß es nicht, was einem derzeit in der Krome Gallery gezeigt wird. Auf jeden Fall sind es Werke von Marcus Weissbeck, Graphikdesigner mit eigenem Büro namens 'Surface'.
Das Büro war auch verantwortlich für die CI der Manifesta 7 im letzten Jahr und das war überzeugend.

Aber was in der Karl-Marx-Allee 82 zu sehen ist, mag einen nicht zu überzeugen, weder als Kunstwerk noch als Einrichtungsgegenstand. Allenfalls die Tatsache, dass hinter den Texten ein verstorbener Freund und Literat von Marcus Weissbeck steht, besänftigt einen. Schön passend ist das Wort 'Feindbildhauer' in diesem Zusammenhang.


Buchrücken können auch entzücken

Eingestellt von thw um 11:40 / 1 Kommentare



An diesem Bild konnten wir einfach nicht vorbei gehen, aber wir wollen hier auch nicht den Anlass verstecken. Der findet sich hier:


2.09.2009 - 24.10.2009

Das Fotobuch // Fotografische Arbeiten in geschlossenen Serien und konkreten Zusammenhängen – praxisbezogene Einblicke in den Prozess von der Idee, über Planung und Umsetzung bis zur Realisierung eines Fotobuches
Das Fotobuch ist das erfolgreichste Medium zur Darstellung und Verbreitung von fotografischen Arbeiten und es hat diese Bedeutung auch in der digital vernetzten Welt behaupten können.

Was aber ist ein Fotobuch? - ist es eine bloße Ansammlung von Fotografien zwischen zwei Buchdeckeln? - oder ist es mehr? Warum ist das Buch so geeignet zur Darstellung fotografischer Positionen und was macht es so erfolgreich? Und: Wo liegen die Möglichkeiten für junge Fotografen einen Einstieg in diesen Bereich zu finden?

Der Workshop schafft Grundlagen zur Auseinandersetzung mit dem Medium und gibt einen Einblick zu ausgewählten Buchpublikationen des 20. Jahrhunderts mit einem Schwerpunkt auf zeitgenössischen Werken. Diese Bücher werden von den Teilnehmern diskutiert und in Hinblick auf ihre inhaltliche, konzeptionelle und grafische Umsetzung untersucht.
Insbesondere gibt das Seminar Einblick in die Mechanismen des Buchmarktes: Wie können junge Fotografen einen Einstieg in den Prozess von Ausarbeitung und Umsetzung einer Idee bis zur Realisierung eines Buches finden? Welche Möglichkeiten bieten sich zwischen Künstlerbuch, Kleinstauflage im Eigenverlag und editierter Publikation im Markt? Das Seminar soll den Teilnehmern ermöglichen reflektiert mit dem Medium Fotobuch umzugehen und gibt ihnen die Chance eigene Arbeiten, Serien, Werkgruppen - ob beendet oder in Progress - vorzustellen und in der Gruppe im Hinblick einer Ausarbeitung als Buch zu diskutieren.

Das Seminar wird in 4 Sitzungen abgehalten. Es richtet sich sowohl an Einsteiger, die noch am Anfang Ihrer Ausbildung stehen, als auch an fortgeschrittene Teilnehmer.

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4 Termine, während des Semesters, alle 14 Tage, jeweils Samstag von 10-18 Uhr
1. Termin: 12.09.2009
2. Termin: 26.09.2009
3. Termin: 10.10.2009
4. Termin: 24.10.2009

Seminarleiter: Jens Liebchen
Seminargebühr: 476,00 €
Anmeldeschluss: 24.08.2009
Teilnehmerzahl auf 15 begrenzt (Mindestteilnehmerzahl 9)


Anmeldeschluss: 02.09.2009

AZ statt AA

3. August 2009 / Eingestellt von thw um 16:21 / 0 Kommentare

Was soll das bedeuten?

Hier ein Hinwies:


ANONYME ZEICHNER N°10
IM KUNSTRAUM KREUZBERG / BETHANIEN
12. 12.2009 - 10.01.2010
AUFRUF ZUR TEILNAHME
TEILNAHMESCHLUSS: 15. OKTOBER 2009

Im Rahmen von ANONYME ZEICHNER werden im KUNSTRAUM KREUZBERG / BETHANIEN rund 800 ausgewählte internationale Zeichnungen ausgestellt, deren Urheber anonym bleiben. Jeder Ausstellung geht ein offener internatonaler Aufruf zur Teilnahme im Internet voraus. Es gibt darin keine inhaltlichen Vorgaben - Alter, Biographie und Herkunft des Urhebers spielen bei der Auswahl für die Ausstellung ebenfalls keine Rolle.

Alle ausgestellten Zeichnungen können zu einem symbolischen Einheitspreis von 150 Euro während der Ausstellung erworben werden, wobei der vorgegebene Einheitspreis nicht als ein realer Marktpreis zu verstehen ist, sondern als Platzhalter für jede erdenkliche Geldsumme fungiert. Die Arbeiten werden dem Käufer direkt vor Ort ausgehändigt und der Name sowie das Herkunftsland des Künstlers werden im Gegenzug an der entstehenden Leerstelle an der Wand angebracht.

Da die Arbeiten sowohl von etablierten Künstlern als auch von Laien stammen, wird vom Betrachter verlangt, die Grenze zwischen Kunst und Nichtkunst selbst zu ziehen. Gängige, kunstmarkttypische Mechanismen wie z.B. die Wichtigkeit des Künstlersubjekts, Preisbildung, sowie vorgefertigte, einem bestimmten Kunstkontext zugeordnete Qualitätsurteile werden hier experimentelle Art und Weise auf den Kopf gestellt: Die Künstler lassen sich darauf ein, ihre Person zugunsten des eigentlichen Produktes - Ihrer künstlerischen Arbeit - in den Hintergrund zu stellen.

Bewerbungsunterlagen
und weitere Informationen:
www.bluetenweiss-berlin <http://www.bluetenweiss-berlin.de/dt/call.html>

Idee und Konzeption: Anke Becker / blütenweiss berlin
Kontakt: info@bluetenweiss-berlin.de


ANONYME ZEICHNER N°10
12. 12.2009 - 10.01.2010
Eröffnung: 11. 12. 2009 / 19.00
Öffnungszeiten: 12 - 19 Uhr

Kunstraum Kreuzberg / Bethanien
Mariannenplatz 2
D-10997 Berlin
www.kunstraumkreuzberg.de <http://www.kunstraumkreuzberg.de/>

So war's!

Eingestellt von thw um 07:45 / 0 Kommentare

Aktualisiert aus gegebenem Anlass, siehe bei hier:

PS: Wolkenloser Himmel und praller Sonnenschein: Am 24.Juli haben sich
Freunde der Berliner Gazette und ihre Macherinnen und Macher in der Bar
Babette versammelt, um das zehnjaehrige Bestehen des digitalen
Mini-Feuilletons zu feiern. Der Titel des Abends lautete:
"WIR SIND WASSER".

Die Red-Carpet-Simulation von Micha Koch wies den ca. 300 Besucherinnen
und Besuchern den Weg. Gegen 21.30 Uhr erfuellten Dudelsackklaenge von
Laura-Sophia Schulz den Raum. Danach traten Krystian Woznicki, Olaf Arndt,
Marcus Steinweg, Joerg Offer, Holger Schulze [verkoerpert von Fabian Wolff]
und Sarah Curth mit Worten ans Mikro und lasen einige der Texte aus dem Buch
VERNETZT vor, das anlaesslich des zehnjaehrigen Bestehens der Berliner
Gazette im Verbrecher Verlag erschienen ist. Es wurde kuehl, der Regen liess
nach. Vettka Kirillova wartete abschliessend mit einem besonderen
Glueckwunsch auf: Sie lud alle zu einem original russischen Wodka ein - mit
eingelegter Gurke. Den restlichen Gala-Abend unterspuelte Suzana Sucic,
alias DJ High Scorpia mit Musik. Sie kam im programmatischen Outfit: als
Meerjungfrau in Blau.


lässt sich im neusten Beitrag in der Berliner Gazette erlesen, erhalten als Email via Berliner Gazette, bestellbar über Berliner Gazette .

Und wo sind die Fotos der anwesenden Fotografen? hier.

Und das Foto hier unten stammte ebenfalls aus dieser Seite.



Und hier das Cover des neuen Buches. Und wo ist die Besprechung des Buches? Folgt, versprochen.

Harri war auch kurz da und auch Bettina, aber ansonsten die anderen Anwesenden mir mehr unbekannt als bekannt. Dafür standen nach dem letzten Wodka (Russischer Standard, der beste Wodka sagen die Russen selbst) an der Glaswand neben anderen Nummern auch die 40 und die 41,





machte vier Bücher für Anke und mich. Besser geht’s nicht. Und dann noch ein kleiner Gewittersturm...