Geschichte zum Spielen

27. April 2009 / Eingestellt von thw um 12:17 / 0 Kommentare




So kann Geschichte auch aussehen, jedenfalls im neuesten Produkt der Bundeszentrale für politische Bildung. Anlässlich des sechzigsten Geburtstag der Bundesrepublik Deutschland (wenn es die Deutsche Demokratische Republik noch gäbe, auch dieser...aber gibt’s ja nicht mehr) hat diese Institution einKartenspiel herausgeben, mit dem man deutsche Geschichte so nebenbei wieder lernen kann.

Allerdings sind die Spielregeln fast zu einfach...Am besten man überlegt sich ein ganz eigenes Regelinventar und dann macht die Geschichte, mit oder ohne einfache Anführungszeichen, noch mehr Spaß.
Und die Zeichnungen haben ja auch durchaus etwas Künstlerisches. Geschichte als Zeichnung.

Alles weitere hier.

Da passen die Label besonders gut, s.u.


Ziervogel

26. April 2009 / Eingestellt von thw um 08:15 / 2 Kommentare



mit Vornamen Ralf ist ein Zeichner besonderer Güte. Sein neues Buch wurde am vorvergangenen Wochenende bei der Buchhandlung König vorgestellt.

Als wir vor Ort eintrafen, sassen Ziervogel und seine Freundin am Tisch und schienen auf etwas zu warten. Meine Erwartung wurde enttäuscht, denn ich hatte eine Schlange von Fans und Freunden erwartet, aber ich war der einzige vor dem Tisch, auf dem das Objekt der Darstellung und Begierde lag (s.o.) mit dem richtigen Umfang, dem guten Inhalt.

Aber so konnte man in Ruhe mit dem Künstler sprechen und seine Zeichnungen im Buch betrachten. Wer auf
diese Seite geht, hat die Möglichkeit in einer Zeichnung hin und her zu scrollen. Und Monopol rechnet Ziervogel zu den hundert Künstlern. (Ich muss noch mal nachzählen, irgendwie tauchen da Künstler doppelt auf...)

Im Buch kann man nur blättern, aber dafür hat man etwas in den Händen...

Und hier der Text zum Buch:

Die "Every Adidas Got Its Story"-Edition ist eine von der regulären
Buchausgabe unabhängige Reihe von Sammler -Unikaten.

Das Buch selbst zeigt 100 Arbeiten im Originalformat. Bei der
Umsetzung stand die authentische Wiedergabe im Vordergrund: Die
kleinteiligen Zeichnungen wurden im frequenzmodulierten Raster
gedruckt. Die offene Bindung ermöglicht ein planes Aufschlagen jeder
Doppelseite des Buchs. Fügt man die 25 einzelnen Schuber (11 x 24,5
cm) der Edition zu einem Rechteck von 54 x 122,5 cm zusammen, zeigen
sie eine der im Buch abgebildeten Arbeiten. Das Gesamtmotiv existiert
nur für die Dauer der Präsentation, anschließend werden die einzelnen
Exemplare durch den Verkauf in alle Welt zerstreut. Das Motiv wurde
per Laser in die Oberflächen eingraviert, das Verfahren heißt
Paperlux-Gravur. Die Edition knüpft in ihrer Objekthaftigkeit direkt
an Ralf Ziervogels Installationen und die oft installative
Präsentationsweise seiner Zeichnungen an. Buch und Edition wurden in
enger Zusammenarbeit zwischen dem Berliner Designstudio 20FIRST und
dem Künstler selbst konzipiert und gestaltet. Wie die reguläre
Ausgabe sind auch die Editions-Exemplare handwerklich auf höchstem
Niveau umgesetzt.



Und hier ist die angesprochene Technik gut zu sehen.

Am 1. Mai wird dann eine Ausstellung von Ralf Ziervogel bei Arndt&Partner zu sehen sein



...Schon notiert! Zievogel? (Text von der Internetseite von Arndt&Partner kopiert)

Cancelled Kunst?

Eingestellt von thw um 07:33 / 1 Kommentare

Da rufe ich unter dem neuen Safari meine Blogseite auf und erhalte diese Meldung:



So habe ich das nicht intendiert, aber vielleicht liegt es an der Kunst dahinter...




Continue oder Cancel?

Haralds Coup

25. April 2009 / Eingestellt von thw um 17:33 / 0 Kommentare




Die Creme de la Creme war anwesend zur Verleihung des ART COLOGNE-Preis 2009 an Harald Falckenberg.

Die Laudatio von Ulrike Gross war eine gelungene Darstellung des Preisträger mit kritischen Untertönen.

Den Coup landete der Preisträger allerdings selbst, als er das Preisgeld von 10.000 € dem Bürgermeister Schramma zurück gab für die Aufbauarbeiten des Stadtarchivs. So macht man sich Freunde, auch unter den anwesenden Hamburgern, die er darüber aufklärte, dass in der Hanse auch Köln ihre Rolle spielte.

Und hier die Pressemitteilung der Messe:


Dr. Harald Falckenberg erhält den ART COLOGNE-Preis 2009. Damit ehren der Bundesverband Deutscher Galerien und Editionen (BVDG) gemeinsam mit der Koelnmesse einen der bedeutendsten Kunstsammler in Deutschland, der in seiner weltweit geschätzten Sammlung rund 1.900 Arbeiten internationaler Avantgardekünstler - darunter Werkgruppen der Wiener Aktionisten und Martin Kippenberger, aber auch große Installationen von Jonathan Meese und Thomas Hirschhorn - einem breiten Publikum zugänglich macht. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird alljährlich an eine Persönlichkeit vergeben, die "sich um die Vermittlung moderner und zeitgenössischer Kunst verdient gemacht hat".

Der Jurist und Unternehmer Harald Falckenberg gehört zu den wichtigsten Sammlern multimedialer, zeitgenössischer Kunst in Deutschland. In knapp 15 Jahren trug der Hamburger eine außergewöhnliche Auswahl von rund 1.900 Arbeiten der internationalen Avantgarde zusammen, die er erstmals 1999 unter dem Titel "my name"" im Museum der bildenden Künste in Leipzig einer breiten Öffentlichkeit vorstellte. Vor wenigen Monaten eröffnete er seine auf über 6000 m² erweiterten neuen Ausstellungs- und Lagerräume in Hamburg-Harburg. "Ich habe die altmodische, bürgerliche Überzeugung, dass Kunst als Kulturgut letztlich der Gesellschaft zur Verfügung stehen muss", sagt Harald Falckenberg. Durch seine starke Präsenz im Kunstbetrieb, als Kommentator, Redner und Leihgeber hat Harald Falckenberg offensiv dazu beigetragen, nicht nur die Künstler seiner Sammlung, sondern auch das Kunstsammeln selbst zu einem öffentlichen Thema zu machen. Davon zeugen auch seine Essay-Bände über Künstler, den Kunstbetrieb sowie die Entstehung seiner Kunstsammlung.


P.S:: Die Axt im Kopf erspart den Zimmermann...(siehe Porträtfoto)

Block im Blog

Eingestellt von thw um 16:23 / 2 Kommentare





Im Flugzeug von Berlin nach Köln, Abflug 6:50 ab Schönefeld, war auch René Block an Bord. Bei der Preisverleihung an Falckenberg traf ich ihn wieder.



Später auf der Messe begegnete ich ihm wieder, diesmal als eine wichtige Figur der Geschichte der zeitgenössischen Kunst in Deutschland. Unter dem schönen Titel 'Joseph Beuys - Wir betreten den Kunstmarkt' widmet das Zentralarchiv des internationalen Kunsthandels ZADIK sein neues Heft 'Sediment' der 'Mitteilungen zur Geschichte des Kunsthandels' der Aktion von Wolf Vostell und Joseph Beuys, die Eintritt verlangten zu dem noch sehr exklusiven Kreis der Teilnehmer an der Kunstmesse in Köln im Jahre 1970.


Der Band enthält Gespräche mit René Block, Klaus Staeck, Bernd Klüser und anderen sowie Erinnerungen von Erhard Klein und Heinz Holtmann.

Die Interviews sind äußerst lesenswert und lassen die Atmosphäre von damals fast wieder erstehen. Wer dann noch die Bilder aus der Ausstellung im Kopf hat, kann man die Vergangenheit fast wieder aus der Versenkung holen.

Es sind jetzt gerade vierzig Jahre her, dass René Block zum ersten Mal ein großes Werk von Beuys auf einem Kunstmarkt verkaufen konnten. Und zehn Jahre später schliesst René Block seine Galerie mit der Aktion 'Ja, jetzt brechen wir hier den Scheiß ab.' von Joseph Beuys.

Den Band sollte man sich zulegen. Ein anderer Band mit den Anfängen von Richter , Polke, Lueg und Kuttner ist mittlerweile vergriffen. Jetzt muss ich doch mal danach in den Antiquariaten suchen.



P.S.: In der derzeit laufenden Ausstellung der Akademie der Künste am Hanseatenweg mit dem seltsamen Titel 'aus/gezeichnet/zeichnen' findet sich auch eine Arbeit von Joseph Beuys, die Beuys Klaus Staeck mit den Worten ankündigte: "Ich habe Ihnen noch eine kleine Arbeit an der Pforte der Kunstakademie hinterlegt."



Foto: Sonderschau ZADIK: (v.l.n.r.): Wolf Vostell, Klaus Staeck, Joseph Beuys undverdeckt) Helmut Rywelski bei ihrer Aktion "Wir betreten den Kunstmarkt", Köln, 12.10.1970. Foto: © Anita Kloten. © für die Werke von Joseph Beuys VG Bild-Kunst, Bonn 2009


Köln kann es...

Eingestellt von thw um 15:09 / 2 Kommentare



und als Berliner würde man gerne ein 'noch' hinzufügen. Aber unter dem alten Logo und unter einem neuen Direktor mit Namen Daniel Hug ist ein Messe entstanden, die die Muffigkeit zum großen Teil abgelöst hat durch eine intelligente Raumaufteilung. Die liess sich am besten im Bereich des 'Open Space' erfahren. Der Open Space war hier wortwörtlich zu erfahren und machte den Messebesuch zu einer besonderen Erfahrung. Erst recht, wenn man plötzlich an einem Stand steht einer Berliner Galerie mit dem Namen 'Circus' und einem dass ganz neu vorkommt, was es nicht war. Im Geschoss darunter war es dagegen zum Teil schon grenzwertig, was zu sehen war. Aber es soll ja Kunstfreunde geben, die sich damit zufrieden geben. Aber da war man dem Eingang und Ausgang schon ziemlich nahe. Dieses Mal gab es auch kein Suchen nach dem Eingang, der liess sich einfach finden. Köln Deutz aussteigen und den Ausgang hinten benutzen und schon steht man vor dem Entrée



Und in der großen Halle nach dem Treppenaufgang begrüsst einen die Kunst, sozusagen selbstironisch. Den Namen des Künstlers, der Künstlerin habe ich mir nicht aufgeschrieben. Diesmal habe ich auch auf den Messekatalog verzichtet. Den hole ich mir nächstes Mal...



Und hier noch ein Rätsel für die Kunstfreunde: Auf welches 'Vorbild' verweist diese Fotoarbeit von Lisl Ponger?




Lisl Ponger, En Couleur, 2007, C-print, 5+2AP, 60x80 cm, Charim, Wien, Österreich

Catalogue raisonné

16. April 2009 / Eingestellt von thw um 10:56 / 0 Kommentare




Ich habe Susanne Paesler noch persönlich gekannt. Im Jahre 2006 ist sie verstorben. Nun wird ein Werkverzeichnis erstellt und wir sind hier gerne bereit, dabei behilflich zu sein und sei es mit diesem Hinweis:



Werkverzeichnis / Catalogue Raisonné Susanne Paesler

Sehr geehrte Damen und Herren,

fuer die Erstellung eines wissenschaftlichen Werkverzeichnisses der Arbeiten der Künstlerin Susanne Paesler (1963–2006) suche ich Hinweise zum Verbleib ihrer Werke in öffentlichen Sammlungen und privatem Besitz.

Diskretion wird selbstverständlich gewährleistet.

Fuer Hinweise aller Art und Ihre Unterstützung danke ich im Voraus.

Bitte wenden Sie sich direkt an:
Dr. Bettina Schaschke, Buerknerstr. 2, 12047 Berlin, Deutschland, Tel: +49/ +30 – 613 08 274; Email: b.schaschke@web.de

Mit freundlichen Gruessen

Bettina Schaschke


Dear Sir or Madam,

I’m working on a Catalogue Raisonée for the artist Susanne Paesler (1963–2006). I hope to locate and record as many of Paesler’s works as possible, and would be grateful for any information on her paintings, sculptures and photographs in public collections and private possession.

All information will be treated in strict confidence.

Please contact:
Dr. Bettina Schaschke, Buerknerstr. 2, 12047 Berlin, Deutschland, Tel: +49/ +30 – 613 08 274; Email: b.schaschke@web.de

Yours sincerely

Bettina Schaschke



Bild: Susanne Paesler, S + U-Bahn Berlin Plastik, 97-98

Zumthor!

14. April 2009 / Eingestellt von thw um 07:57 / 0 Kommentare

Der schweizerische Architekt Peter Zumthor erhält den Pritzkerpreis 2009.

Berlin hat den Architekten beauftragt und dann abgewiesen. Alles weitere dazu hier.

Osterauflug oder Osterspaziergang

12. April 2009 / Eingestellt von thw um 20:05 / 1 Kommentare



Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
durch des Frühlings holden belebenden Blick,
im Tale grünet Hoffnungsglück;
der alte Winter, in seiner Schwäche,
zog sich in rauhe Berge zurück.




Von dort her sendet er, fliehend, nur
ohnmächtige Schauer körnigen Eises
in Streifen über die grünende Flur.
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
überall regt sich Bildung und Streben,
alles will sie mit Farben beleben;
doch an Blumen fehlt's im Revier,
sie nimmt geputzte Menschen dafür.




Kehre dich um, von diesen Höhen
nach der Stadt zurückzusehen!
Aus dem hohlen, finstern Tor
dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
denn sie sind selber auferstanden:
aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
aus den Straßen quetschender Enge,
aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
sind sie alle ans Licht gebracht.






Sieh nur, sieh! wie behend sich die Menge

durch die Gärten und Felder zerschlägt,
wie der Fluß in Breit und Länge
so manchen lustigen Nachen bewegt,
und, bis zum Sinken überladen,
entfernt sich dieser letzte Kahn.




Selbst von des Berges fernen Pfaden
blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
hier ist des Volkes wahrer Himmel,
zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein!






Johann Wolfgang von Goethe

Schöne Ostern!

Eingestellt von thw um 08:46 / 0 Kommentare




wünscht allen Lesern



THW Aktuell

Grand Old Lady

9. April 2009 / Eingestellt von thw um 15:03 / 2 Kommentare


So könnte man Alison Knowles sicherlich benennen, aber der Zusatz 'des Fluxus' müsste das noch ergänzen.

Nun finden sich Werke von Ihr, unter anderem 'Three Ticket Marionette' (siehe Bild) aus dem Jahre 2008, in einer Ausstellung der Galerie Stella A. in der Gipsstr.4.

Eröffnung am 16. April von 19 bis 21 Uhr.


Die Künstlerin wird anwesend sein, wie wir von der Galerie erfahren haben.

Marcelle Duchamp

Eingestellt von thw um 11:39 / 0 Kommentare




Über eine Mail bezüglich Neuerscheinungen von Kunstbüchern bin ich auch auf dieses Buch gestossen. Da gibt es doch so etwas wie Vergleichbarkeit zum Werk von Daniela Comani, oder?

6. April 2009 / Eingestellt von thw um 17:07 / 1 Kommentare




Diese Karte habe ich beim Aufräumen gefunden und sie gefällt mir, weil durch die Änderung des Geschlechts plötzlich eine ganz andere Geschichte auftaucht: Homosexualität im englischen Adel...Und da bekommen dann die aufgedruckten Hinweise auch wieder eine andere Bedeutung. Und es wirkt so real auf der Postkarte...

Das Buch ghehört zum Zyklus der bearbeiteten Buchtitel von Daniela Comani. Die Ausstellung bei Laura Mars Grp. trug den Titel

Daniela Comani
Neuerscheinungen hrsg. von Daniela Comani


Und dann findet man auf der Galerieseite noch ein Buch und denkt sich, Borges hätte sich gefreut.

Oh, jaaaaaaa!

Eingestellt von thw um 16:56 / 0 Kommentare

Muss man? Ja, zu einem anderen Termin

Eingestellt von thw um 16:40 / 0 Kommentare

fragt sich zu Recht Else Gabriel, neue Professorin an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und referiert über diese Frage anlässlich Ihrer Antrittsvorlesung.



Und sie sieht schon sehr professorabel aus oder nicht?

Aus technischen Gründen (die Aula der Kunsthochschule Berlin-Weißensee wird wegen baulicher Mängel gesperrt) müssen wir leider den Termin der Antrittsvorlesung von Professor Else Gabriel vom 15.04. auf den 23.04.2009 verschieben. Es folgt die aktualisierte Pressemitteilung der Kunsthochschule Berlin-Weißensee:

Pressemitteilung 04-09 – aktualisiert:

Muss man alles ausdrücken? - Stahlbesen und Hirniforschung reloaded
Antrittsvorlesung Else Gabriel in der Kunsthochschule Berlin-Weißensee

Die Künstlerin Else Gabriel, neu an die Kunsthochschule Berlin-Weißensee auf eine Professur für Bildhauerei berufen, stellt sich vor. Sie reflektiert u.a. über Kunst und Karriere, Biomasse und Macht, die Erziehung der Hirse und Aufmerksamkeit als die heikelste Ressource im 21. Jahrhundert. Wir laden ein zur öffentlichen Antrittsvorlesung:

Else Gabriel
Muss man alles ausdrücken? - Stahlbesen und Hirniforschung reloaded

Zeit: Donnerstag, 23. April 2009, 17.00 Uhr

Ort: Voraula der Kunsthochschule Berlin-Weißensee
Bühringstraße 20, 13086 Berlin
Telefon 030-47705-222; Website: www.kh-berlin.de

Else Gabriel, 1962 in Halberstadt geboren, war Mitbegründerin der von Anfang der 80-er Jahre an bis 1991 bestehenden performance-orientierten Künstlergruppe „Auto-Perforations-Artisten“ und lebte seit 1987 als freiberufliche Künstlerin in Berlin. Seit 1988 arbeitet sie mit ihrem Partner Ulf Wrede unter dem Namen „(e.) Twin Gabriel“ zusammen. Das Team hat durch eine Reihe bedeutender Einzelausstellungen und Beteiligungen an wichtigen Gruppenausstellungen eine eigenständige künstlerische Position in Performances, Installationen, Video- und Fotoinszenierungen geprägt. Neben ihren praktischen künstlerischen Arbeiten reflektiert Else Gabriel auch schriftlich sowohl über die eigenen Arbeiten als auch über Werke von Kollegen und Kolleginnen und hat zum Beispiel in den letzten Jahren zwei Laudationes für den HAP-Grieshaber-Preis verfasst. Zuletzt war sie Professorin für Video und Performance im Fachbereich Freie Kunst der Hochschule der Bildenden Künste Saar in Saarbrücken bevor sie zum 1. April 2009 in Berlin-Weißensee die Nachfolge von Karin Sander antrat. Weiteres zu „(e.) Twin Gabriel“ unter .


Mut zur Lücke

Eingestellt von thw um 16:24 / 0 Kommentare



"Mit Mut zur Lücke lud sie knapp vierzig Berliner Künstlern ein, darunter Björn Dahlem, Gunter Reski, Alicja Kwade, John Bock, Thomas Scheibitz, Sofia Hultén, Halina Kliem, Anselm Reyle und Katja Strunz, die insgesamt 60 Kunstwerke nach New York schickten. So zeigt "Berlin 2000", wie in der deutschen Hauptstadt mit schöner Nonchalance und ohne falsches Pathos Kunst produziert wird."

schreibt Kito Nedo in der Berliner Zeitung über die Ausstellung, die von Birte Kleemann kuratiert wurde. Das das nicht alles mit rechten Dingen zu geht, stört dann auch nicht weiter. Das stehen dann plötzlich Künstler bereit, die im Jahre 2000 noch nicht mal einen (in Zahlen:1) Fuß auf Berliner Boden gesetzt haben. Und John Bock? Aber man lügt sich gerne was in die Tasche, wenn es dem Geschäft nützt.

Dabei hatte ich schon die Hoffnung gehegt,'Berlin' sei keine Marke mehr. Da habe ich mich wohl getäuscht. Jedenfalls war Kito in New York...

Oh,Ode

Eingestellt von thw um 16:00 / 0 Kommentare



Das ist auch ein schöner Titel für eine Ausstellung und grafisch gelungen.



und damit ich nicht alles abschreiben muss, hier die Rückseite der Karte oben...



und ganz am Ende entdeckt der neugierige Betrachter diesen 'Suchbefehl', den wir hier veröffentlichen, damit die Suche schnell ein glückliches Ende hat. Und ein Zweifel ausgeräumt ist...

"And Now for Something Completely Different"

Eingestellt von thw um 13:21 / 0 Kommentare





Diese Zeile ist der Titel einer Ausstellung von Christian Jankowski in der BAWAG Foundation in Wien.

Wir hätten darauf gar nicht darauf hingewiesen, wenn wir mit diesem Titel nicht auch mal wieder auf Monty Python verweisen könnten und deren Fernsehserie 'Monty Python’s Flying Circus', deren erste Folge am 5.10. 1969 ausgestrahlt wurde. Und deshalb dieses Jahr ihren vierzigsten Jahrestag feiern können. Und die mit der Zeile "And Now for Something Completely Different" die Neugier auf das Folgende in astronomische Höhen trieb. Und ich auch nicht umhin konnte hier an dieser Stelle auch auf diese Stelle zu verweisen,.

Aber in diesem Zusammenhang ist der Titel sozusagen falsch gesetzt, denn bekannter massen hat dieser Blog etwas mit zeitgenössischer Kunst zu tun. Und Christian Jankowski ist ja ein zeitgenössischer Künstler von Format. Und da lässt sich noch nicht einmal von 'slightly different' sprechen oder?

Hier die Details:


Christian Jankowski - And Now for Something Completely Different

Ausstellungsort BAWAG FOUNDATION
Foundationsquartier
Wiedner Hauptstraße 15, A-1040 Wien

Ausstellungsdauer 19. März bis 24. Mai 2009
Öffnungszeiten Di – So, feiertags 11.00 – 18.00 Uhr
Do 11.00 – 20.00 Uhr
Führungen Donnerstag, um 18.00 Uhr und
Samstag um 15.00 Uhr
EINTRITT FREI

Die BAWAG FOUNDATION freut sich, vom 19. März bis 24. Mai 2009 die erste Einzelausstellung von Christian Jankowski in Österreich zeigen zu können. Christian Jankowski´s Ausstellung And Now for Something Completely Different wird bei freiem Eintritt im Foundationsquartier, Wiedner Hauptstraße 15, 1040 Wien, zu sehen sein.

Christian Jankowski gilt als subversiver Humorist der Kunst, der sich treuherzig in Unterhaltungsindustrie und Kunstbetrieb einschleust, um danach die Rolle von Kunst, Politik, Unterhaltung und globalen Vermarktungsstrategien gründlich zu hinterfragen. Auf durchaus sympathische Weise bringt er dabei arglose Menschen dazu, an der Entstehung seiner Arbeiten teilzunehmen. Der notorische Medien- und Kunstprovokateur durchleuchtet sozusagen den Betrieb, indem er ihn sich aneignet. Fortgesetzt sucht er hinter Klischee, Kitsch und Konvention den authentischen Ausdruck, im Falschen das Richtige, mit dem Risiko der totalen Selbstüberforderung, der Lächerlichkeit und des Scheiterns.

In 'Die Jagd' (1992) pirscht sich der Künstler mit Pfeil und Bogen bewaffnet durch die Gänge eines Supermarkts, schießt sich ein gefrorenes Huhn, ein Waschmittel, ein Joghurt und schiebt schließlich den Einkaufswagen voller Trophäen zum Ausgang, wo die Kassiererin die Waren ungerührt am Pfeil von dem Warenband in den Korb hebt und über die Registrierautomatik zieht. Gedreht in der Ästhetik eines Amateurfilms lebt die Arbeit durch die Spannung von absurder Handlung und banaler Alltagsrealität. Für 'Spiel mit Sponsorengeld' (1996) geht er mit dem Geld der Sponsoren ins Casino, spielt Roulette und setzt alles auf eine Zahl. Am Ende verwendet er Kartoffeldruck, um die Logos der Sponsoren am Cover abzubilden.

In 'Kochstudio' (2004) verstrickt er den deutschen Talkmaster, Produzenten und Fernsehkoch Alfred Biolek in ein Experiment mit ungewissem Ausgang. Die Installation geht auf eine Performance zurück, die 2004 im Neuen Berliner Kunstverein stattfand, in der die Künstlerküche zum Fernsehstudio wurde und mehrere Verschiebungen und
Überlagerungen stattfanden. Jankowski dreht die Rollen um und lädt den Fernsehkoch in seine Küche ein, wo sie gemeinsam Bohnensuppe kochen, über den Zusammenhang von Fernsehen, hoher Kunst und Trivialität philosophieren und sich Ausschnitte seiner Videos ansehen.
In Jankowskis bescheidener Berliner Küche sind nun in der Ausstellung Monitore platziert, die vier Perspektiven der Performance in Realzeit zeigen: als Totale, Halbtotale, Close up und Timecode. Das Material der Videoaufzeichnungen ist so ungeschnitten und unbearbeitet wie die Zwiebeln am Anfang der Kochaktion – Video als Ursubstanz der Mediensuppe, die sich der Betrachter des Werkes zusammenreimt.

In den vier Videoclips der Karaokeinstallation 'The Day We Met' (2003) spielt Jankowski alle gängigen Klischees der Liebe durch und schreibt sich subversiv und unterhaltsam in die globale Massenunterhaltung ein. Die Arbeit besteht aus einem Kubus aus Sperrholz, darin eine Karaokebar mit Sitzgelegenheiten, Mikrophonen, Discokugel und einer riesigen Auswahl an Liedern.

In 'Kunstmarkt TV' (2008) nimmt er sich den Homeshoppingkanal vor. Mit völlig bizarren Argumenten wird Kunst als kommerzielle Ware angepriesen und die Mechanismen des Homeshoppings wie auch des Kunstmarkts ins Schleudern gebracht. Die mehrstündige Aktion fand mit Unterstützung eines Internet-TV-Senders während der Art Cologne statt.

Für 'China Painters' (2007/08) fand der Künstler seinen kongenialen Partner in der chinesischen Kopistenkolonie Dafen, dem künstlerischen Äquivalent zu chinesischen Akkordschneidereien oder Massenschustereien: Rund 10.000 Maler produzieren hier Gemälde für den Massenmarkt. Jankowski lädt Kopisten ein, Bilder für das neue Kunstmuseum zu malen. Die Gesamtinstallation beleuchtet einerseits das kulturelle Selbstverständnis der Kopisten und belegt auch das Fehlen eines gesellschaftlichen Konsenses: über Museen und die Kunst, die darin gezeigt werden sollte. Gleichzeitig werden die Werke der Kopisten wieder mit der Kunstwelt in Beziehung gebracht. Auch in 'And Your Bird Can Sing' (2008) reflektiert Jankowski globale wirtschaftliche Verflechtungen und den darin eingebetteten Kulturtransfer. In einer chinesischen Fabrik, die CD-Player produziert, lässt der Künstler unter den Arbeitern einen Gitarrenwettbewerb stattfinden. In den 35 bunten Gitarren der Wandinstallation ist der jeweilige musikalische Auftritt nun abgespeichert.

Das Video 'Rooftop Routine' (2007/08) fängt die Magie eines New Yorker Novembermorgens ein, in dem sukzessive 25 Menschen beginnen, auf verschiedenen Dächern Manhattans Hula-Hoop zu tanzen. Die Arbeit ist eine Referenz an die Performance der 70er Jahre und bezieht ihre Wirkung aus dem langsamen kommunikativen Aufbau. Gedreht wurde sie während der Performa 2007 in New York. Mit Dan Graham beschäftigt sich die Soundarbeit 'Das Lachen von Dan Graham' (2009). Jankowski hat 2008 ein Gespräch mit Dan Graham aufgenommen, daraus sein Lachen destilliert und zu einem Loop verarbeitet. Das Lachen des Dan Graham ist eine lapidare, unprätentiöse und lakonische Soundarbeit. Ein absurder Loop aus einer wirklich schrägen Tonsequenz, der faszinierend merkwürdig und skurril die Ausstellung begleitet.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.


Pressetext mit Bearbeitung durch THW

In der Tradition

Eingestellt von thw um 10:01 / 0 Kommentare



Das hat etwas von Alex Colville, siehe dazu in der ZEIT, dabei ist es 'nur' ein Photo und darüber hinaus auch noch Werbung und zwar für die Frühjahrstournee von 'Clemens en August'. Diesmal allerdings wird mit einer Tradition gebrochen: statt 'Kunstwerke Berlin' ist diesmal Sprüth Magers das Quartier in Berlin, vom 23. bis 25.April 11 bis 20 Uhr.

Weitere Daten hier oder hier:






P.S.: Der Fotograf ist
Alexander Brenninkmeijer, Creative Director des Labels. Je länger ich das Photo anschaue, desto besser wird es.

P.P.S: Ich glaube Schaffhausen trägt auch Clemens en August.

Garten-Zeit

Eingestellt von thw um 09:50 / 0 Kommentare



Endlich mal wieder draußen, aber vorher mit dem Stift drinnen....

Zwei zu viel, einer zu wenig...

3. April 2009 / Eingestellt von thw um 15:36 / 0 Kommentare

Das könnte das Resümé der Veranstaltung im neuen berliner kunst verein von gestern Abend sein. Anlass war die Eröffnung einer Ausstellung zum 40 jährigen Jubiläum des Neuen Berliner Kunstverein.

Im Rahmen dieser Eröffnung einer Ausstellung, die den Eindruck machte, als habe man sie schon vorher in den Räumen gesehen, fand man sich auch zu einem Podiumsgespräch zusammen. Auf dem Podium saßen Leonie Baumann, Geschäftsführerin der NGBK , Nicolas Schaffhausen, Direktor von Witte de With in Rotterdam und Kommissar des deutschen Pavillons auf der Biennale in Venedig, die Künstlerin Monica Bonvicini und René Block sowie die Gesprächsleiterin Catrin Lorch, nicht zu vergessen der Hausherr Marius Babias.

Der Raum davor war voll und die Akustik schlecht, wie man danach von den Besuchern erfahren konnte.
Mit einem Rückblick auf die Geschichte beider Kunstvereine eröffnete Catrin Lorch die Diskussion, die keine war, sondern eher einem Gesprächsfaden glich, wobei das Gespräch zuweilen dann auch ziemlich fad war. Das lag wohl auch am Podium selbst, das sich sowohl am Nachbarn oder Nachbarin erfreute als auch am Thema. Schließlich war der Unterschied zwischen dem NBK und der NGBK ein großer Freudenspender. Wo ersterer eher dem imperialen Prinzip verpflichtet ist, kann die NGBK mit dem kooperativen Modell dagegen halten. Im Unterschied zwischen beiden übersah man dann die Frage der Fragen: Welche Bedeutung kann ein Kunstverein am Beginn des 21. Jahrhundert im gesamtgesellschaftlichen Kontext beanspruchen? Diese Frage mag indirekt beantwortet worden sein, aber der Hinweis auf das neue Programm des NBK ließ sich nicht direkt als deutliche Programmatik identifizieren.

Schon ein Blick auf die Wand der Kataloge, die in den vergangenen vierzig Jahren erschienen sind, ließ deutlich werden, welche Fehlstellen vor allem in den achtziger Jahren im Verein produziert wurden. Und Fehlstellen wies schon diese Diskussion auf, kein Wort zur Kunst in der gegebenen Situation, kein Gedanke an eine Rezessionsästhetik. Vielleicht ist das zu viel verlangt, aber...
Vielleicht muss man bis zur nächsten Diskussion warten....

P.S.: Die Aufzählung im Titel bezieht sich auf die anwesenden Kunstvereine. René Block verwies auf die Freunde der Nationalgalerie, die sozusagen auch ein Kunstverein sind. Nicolas Schaffhausen ergänzte das mit dem Hinweis auf 'Kunstwerke' . Recht getan....

Guess who

Eingestellt von thw um 12:15 / 1 Kommentare




Hinter Open Space versteckt sich eine Messe, hinter dem Bild versteckt sich ein Museumdirektor.

Guess who!



















P.S::

K.K.
museum director
for OPEN SPACE. 5 years of passion
(photo: weible, cologne)

Elfriede Jelinek in Namibia

2. April 2009 / Eingestellt von thw um 15:18 / 0 Kommentare

Am 30.März hat die Berliner Zeitung ein Interview mit der Kuratorin Evelyn Annuß zu der Ausstellung 'Staging made in Namibia' im Kunstamt Kreuzberg veröffentlicht.

Ein Antrieb für die Ausstellung war die Dissertation über Elfriede Jelinek:

"Darin ging es um Gedenkpolitik im szenischen Kontext, also wie sich über eine bestimmte Form der Rede das Gedenken an die Shoa ins Bild setzen lässt."

Am Ende des Projekts fotografierten sich die Namibier selbst und schufen sich damit ein Bild ihrer selbst, dass die koloniale Vergangenheit nicht verleugnet, aber die Gegenwart im Bild festhält.

Aus dem Interview

"War das "Entgleisen" des Projektziels ein Problem?

Nein, das war toll. Man geht dahin, wo man sich überhaupt nicht auskennt, wird herumgereicht und lernt ganz viel dabei. Man bekommt einen Bezug zu den Leuten und hat selbst nicht mehr dauernd die Kolonialgeschichte im Kopf."


Und hier die offiziellen Daten des Projekts:

stagings made in NAMIBIA
postkoloniale fotografie/post-colonial photography
Bethanien, Kapelle
28. März – 19. April 2009

Öffnungszeiten Di – Fr 14 – 19 Uhr
Sa/So/Feiertags 12 – 19 Uhr


und der Pressetext


Wie ließe sich postkoloniale Fotografie bestimmen? STAGINGS MADE IN NAMIBIA ist eine kollektive Versuchsanordnung. Sie versammelt inszenierte Alltagsbilder von 124 Fotografinnen und Fotografen aus dem seit 1990 von Südafrika unabhängigen Namibia, die den herkömmlichen Blick auf die deutscheste aller ehemaligen Kolonien unterwandern. Das Ausstellungsprojekt an der Schnittstelle von Kunst und Bildpolitik stellt die Frage nach Präsentationsmöglichkeiten jenseits der gängigen Postkartenmotive, die das Moment der Darstellung im Dargestellten offenbaren, und erkundet andere Gebrauchsweisen von Fotografie im nachkolonialen Kontext. In Kooperation mit dem Kunstraum Kreuzberg werden nun zunächst 200 Fotografien in der ehemaligen Kapelle des Berliner Bethanien vorgestellt: heterogene Akte der Ins-Bild-Setzung, die in ihrem Zusammen- und Widerspiel zu immer neuen Lektüren provozieren. Danach wird die Ausstellung in der National Art Gallery of Namibia (Windhoek) zu sehen sein.


Matthias! Claudius!

Eingestellt von thw um 14:38 / 0 Kommentare





1. Der Mond ist aufgegangen,
die goldnen Sternlein prangen am Himmel hell und klar;
der Wald steht schwarz und schweiget,
und aus den Wiesen steiget der weiße Nebel wunderbar.

2. Wie ist die Welt so stille und in der Dämmerung Hülle
so traulich und so hold !
Als eine stille Kammer, wo ihr des Tages Jammer
verschlafen und vergessen sollt.

3. Seht ihr den Mond dort stehen ?
Er ist nur halb zu sehen und ist doch rund und schön.
So sind wohl manche Sachen, die wir getrost verlachen,
weil unsre Augen sie nicht sehn.

4. Wir stolzen Menschenkinder
sind eitel arme Sünder und wissen gar nicht viel;
wir spinnen Luftgespinste und suchen viele Künste
und kommen weiter von dem Ziel.

5. Gott, laß dein Heil uns schauen,
auf nichts Vergänglichs trauen, nicht Eitelkeit uns freu´n !
Laß uns einfältig werden und vor dir hier auf Erden,
wie Kinder fromm und fröhlich sein.

6. Wollst endlich sonder Grämen
aus dieser Welt uns nehmen durch einen sanften Tod,
und wenn du uns genommen, laß uns in Himmel kommen,
du unser Herr und unser Gott.

7. So legt euch denn ihr Brüder
in Gottes Namen nieder ; kalt ist der Abendhauch.
Verschon´ uns Gott mit Strafen und laß uns ruhig schlafen
und unsren kranken Nachbarn auch.

Kapielski!

Eingestellt von thw um 13:59 / 0 Kommentare




In den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts sind wir uns öfter begegnet, aber in diesen nuller Jahren haben sich unsere Spuren dann doch irgendwie verloren. Da tut es dann gut von einem neuen Buch aus den Händen von Thomas Kapielski zu lesen, das gerade vom Suhrkamp-Verlag annonciert wird. Da ist dann zu lesen:

Kunst ist schlimmer als Heimweh – sagt Thomas Kapielski in Mischwald, seinem neuen großen Prosaband, einer reich illustrierten Welt- und Werkschau, angelegt als Logbuch eines gemischten Jahres, zu dessen Auftakt man ihn irrtümlich für tot erklärt und an dessen Ende er verfügt: Meinen Grabstein soll die Zeile schmücken: »Macht bloß so weiter!«

Was das Leben ihm dazwischen alles zuträgt, spottet jedem Vorschautext: Paradoxe Rauschzustände angesichts eines TV-Konzerts von André Rieu, heikle Fragen der Koran-Archäologie oder eine Einladung zur »Blattkritik« beim Stern haben genauso ihren Ort wie die angeschwipsten Bekenntnisse eines Künstlersozialkassenmitglieds, liebevoll gemeißelte Porträts verstorbener Weggefährten wie Emmett Williams, Thomas Schmid oder Ludwig Gosewitz, sowie – last but not least – der schlichte Wunsch nach Erdbestattung.

Jetzt muss ich nur noch eine Buchhandlung finden, die das Buch zur Ansicht ausliegen haben. Vielleicht erkenne ich etwas wieder.

'Kapielski' hört sich nach einem Fußballstar von Borussia Dortmund an, mit polnischen Vorfahren.

Fertig?

1. April 2009 / Eingestellt von thw um 12:09 / 0 Kommentare



Nach den Kuratoren und den Kritikern kommen jetzt die Künstler und Künstlerinnen selbst zu Wort in den sogenannten Rotterdam Dialogues am Witte de With.

Für Herbst 2009 ist eine Publikation geplant, die alle Dialoge zusammen fassen will. Wir sind gespannt darauf.

Vorschau

Eingestellt von thw um 11:36 / 0 Kommentare




auf die Biennale in Venedig und Rückschau auf den Hamburger Bahnhof mit dem Vortrag von Liam Gillick im Hamburger Bahnhof. Jetzt auf hier.





Dazu passt (s.u.)

Eingestellt von thw um 11:20 / 0 Kommentare


dieser Umschlag, der gleichzeitig für das Buch selbst werben soll.

Alles andere als

Eingestellt von thw um 11:10 / 0 Kommentare






als ein Aprilscherz. Sprache und deren Bedeutung ist ein Ausdrucksmittel in der Kunst von Daniela Comani. Mit Freuden erinnere ich mich an die Arbeit auf den U-Bahngleisen am Alexanderplatz.

Leider habe ich diese Arbeit erst später entdeckt und nicht in der Ausstellung in der Galerie.

Nächstes Mal besser aufpassen!