Luhmann kritisch

29. Januar 2009 / Eingestellt von thw um 11:57 / 0 Kommentare

Vor kurzem erst hatte ich mich vertieft in die Buchkritik des Buches 'Niklas Luhmann: Schriften zu Kunst und Literatur', herausgegeben von Nils Werber, verfasst von Ludwig Seyfarth auf Artnet und schon gibt es die nächste Veröffentlichung zu Luhmann.


Kein Schloss!

Eingestellt von thw um 09:01 / 1 Kommentare

Wer diese Seiten über längere Zeit verfolgt, weiß dass die Person dahinter gegen das Schloss ist.

Aus diesem Grund veröffentlichen wir hier gerne diesen Aufruf, etwas außerhalb der Zeit, aber für den Widerstand dagegen ist jeder Moment der richtige:


Kein Schloss in meinem Namen!

Nach der Entscheidung im Architekturwettbewerb für den Wiederaufbau Berliner Schloss/ Bau des Humboldtforums droht eine baldige Realisierung des Vorhabens. Doch dieses zur "Identitätsstiftung" geplante Vorhaben rief seit Anbeginn heftigen Widerspruch hervor. Im Namen von Geschichte wird Geschichte zerstört und verdrängt. Das Nutzungskonzept ist nicht tragfähig. Die Öffentlichkeit wird immer wieder aufs neue über Zeitplan, Kosten, Finanzierung und Anderes belogen und getäuscht, um das umstrittene Vorhaben einer berechtigten Kritik zu entziehen. Wir wollen unser Nichteinverständnis artikulieren. Machen Sie mit bei www.kein-schloss-in-meinem-namen.de Unten stehend die Begründung, weitere Informationen zum Thema unter hier.
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Kein Schloss in meinem Namen

Die Bebauung des Berliner Schlossplatzes ist das wichtigste Kulturprojekt und größte staatliche Bauvorhaben in Deutschland für Jahrzehnte. Nach Ansicht der Initiatoren soll der Bau im Herzen der Hauptstadt Identität stiftend für das wiedervereinte Berlin und Deutschland sein. Allerdings rief das Vorhaben seit Anbeginn einen gesellschaftlichen Dissens hervor. Der im internationalen Wettbewerb gekürte Entwurf zur Wiedererrichtung des Berliner Schloss von Francesco Stella setzt die politischen Beschlüsse des Bundestages und der Bundesregierung konsequent um. Er überträgt die Ausschreibung mit all ihren konzeptuellen Problemen kritiklos in eine Architektur von nüchterner Serialität ohne Raffinesse und Poesie. Wir erklären uns mit dem Schloßnachbau nicht einverstanden, weil er ein Bild von Geschichte und Gegenwart Deutschlands verkörpert, dass wir nicht teilen. Die Wiedererrichtung des Hohenzollernschloßes in idealisierter Form verdrängt die Spuren deutscher Geschichte. Es ist eine Vergessensmaschine: Die wechselreiche, fast 600-jährige Bau- und Gesellschaftsgeschichte wird auf einen scheinbar zeitlosen Idealbaukörper reduziert, der alle Verwerfungen und Wandel deutscher Geschichte verdrängt und nach der erneuten Tabula-Rasa die Fiktion einer intakten Tradition zur Schau stellt. Die Spuren des 20. Jahrhunderts werden an diesem für die deutsche Geschichte so repräsentativen Ort ausgelöscht, um an eine vermeintlich heile Welt davor nahtlos anzuknüpfen.
Wir erklären uns mit dem Schlossnachbau nicht einverstanden, weil er sich von der Stadt abwendet. Das Schloss war einst nicht als öffentlicher Bau konzipiert. Die geschlossene Fassade gewährt keine Einblicke, nur über die fünf Portale kann man das introvertierte Innere betreten. Es gibt keine Geste der Öffnung wie etwa bei Schinkels Altem Museum mit Loggia und Freitreppe oder bei der Staatsoper mit dem Foyer, das sich zum Bürgersteig öffnet. Wir erklären uns mit dem Schlossnachbau nicht einverstanden, weil das Nutzungskonzept uns nicht überzeugt. Das Nutzungskonzept des Humboldt-Forums entstand, um die Schlossfassade zu legitimieren, indem man sich auf die Kunstkammern des alten Schlosses berief. Seit Projektbeginn wurde die Nutzfläche halbiert, ohne dass die Ursprungsidee weiterentwickelt wurde. Die Landesbibliothek wird auf vier Standorte zerstückelt, an statt an einem Ort vereint zu werden. Die ethnologische Sammlung soll ihrer europäischen Abteilung beraubt werden, die in Dahlem verbleibt. Inzwischen ist das Humboldt-Forum zu einem austauschbaren Platzhalter verkommen und die Stimmen mehren sich, die es durch die Gemäldegalerie ersetzen wollen. Doch damit würde ein leeres Versprechen von staatsmännischer Biederkeit abgelöst, womit das Vorhaben seines letzten innovativen Potenzials beraubt würde.
Wir erklären uns mit dem Schlossnachbau nicht einverstanden, weil wir den Prozess seiner Durchsetzung kritisieren. Seit der Konzeption des Projektes im Jahr 2001 wurde die Öffentlichkeit über zentrale Fragen von den Verantwortlichen wiederholt getäuscht, um somit das Vorhaben einer berechtigten Kritik zu entziehen. Die Fehlinformation betrafen Fragen der Nutzung, der Kosten und Finanzierung, des Baubeginns und der Bauzeit. Der Zweck heiligte die Mittel, eine faire argumentative Auseinandersetzung war ebenso wenig gewünscht wie ein Wettstreit der Ideen. Beim Architekturwettbewerb brachte man den Mut nicht auf, sich der Konkurrenz alternativer Herangehensweisen zu stellen. Selbst der fast gleichrangig zum ersten Preis dotierte Sonderpreis wird entgegen dem Juryvotum vom Auslober gezielt in den Hintergrund gedrängt. Mit dem eingeschlagenen Weg wird eine historische Chance der Gestaltung dieses einmaligen Ortes vertan. Das Projekt verbaut den Blick auf die Vergangenheit wie auf die Zukunft. Wenn Sie auch Ihren Dissenz artikulieren wollen, beteiligen Sie sich unter: www.kein-schloss-in-meinem-namen.de Kontakt: info@kein-schloss-in-meinem-namen.de

Der totale Durchblick

28. Januar 2009 / Eingestellt von thw um 21:01 / 0 Kommentare




Jedenfalls für Itze, unsere Katze, schwarz wie die Nacht bis auf die Augen...

Zufall oder Notwendigkeit?

Eingestellt von thw um 20:52 / 0 Kommentare



oder Berlin in St.Gallen




Gestalten gestalten eben...

Zum Achtzigsten

Eingestellt von thw um 12:20 / 0 Kommentare

Gerade noch habe ich den neuen Post von Harri Brill in seinem neuen Blog kommentiert und dann fiel mir wieder ein, was ich in meinen Kurbelradio denn heute morgen noch gehört habe und es war eine Würdigung des Künstler Claes Oldenburg zum achtzigsten Geburtstag von Carsten Probst auf Deutschlandradio.

Und das Kurbelradio passt irgendwie auch zum Werk von Claes Oldenburg oder etwa nicht...?

Lob der Kleinen

27. Januar 2009 / Eingestellt von thw um 17:13 / 0 Kommentare




Das soll keine zeitgenössische Paraphrase auf 'Ein Sonntagnachmittag auf der Insel La Grande Jatte' von Seurat sein und noch weniger ein Vorausblick auf einen schönen heißen Sommer, sondern etwas anderes...

Und das ist eine Ausstellungsreihe im Kunstmuseum Thun in der Schweiz unter dem schönen Titel 'Blicke sammeln'. In der Ausstellungsreihe wählen Laien Kunstwerke aus dem Depot des Museums aus und zeigen diese in einer Ausstellung.
Im Flyer des Museums liest sich das dann so und zeigt sich derartig:



Man stelle sich dergleichen in der Neuen Nationalgalerie oder dem Hamburger Bahnhof oder der Berlinischen Galerie vor oder...


Und eigentlich habe ich mir den Flyer ja nur genauer angeschaut, weil die PLZ nicht stimmte und ein Stempelabdruck auf dem Briefumschlag zu lesen war mit dem Text:

Laufzeit verzögert sich wegen unvollständiger oder falscher Anschrift


Das Foto stammt von Livio Baumgartner und ich frage mich jetzt, wie er es geschafft hat, die Blicke so zu sammeln... ein Feuerwerk im Sommer?

Neujahr, chinesisch

Eingestellt von thw um 16:40 / 0 Kommentare



Da kommt einem ein Brief aus Peking ins Haus mit dieser schönen Zeichnung (Ausschnitt) und dann liest man den Namen von Waling Boers und wundert sich nicht mehr, wo der alte Freund und Kupferstecher eigentlich geblieben ist und hofft, man trifft ihn eines Tages wieder mal hier in Berlin, obwohl man eigentlich ja gern auch mal nach Beijing gehen würden mit einem Stopover in Shanghai, bevor man sich gemeinsam niederlässt zu einem grünen Tee auf der Caochangdi No.A-8 in der Boers-Li Galerie, um weitere Zeichnungen von Qiu Anxiong wie diese zu bewundern, am besten gestern zum chinesischen Neujahrstag...

Absicht oder Zufall ?

Eingestellt von thw um 16:29 / 0 Kommentare



habe ich mich gefragt als ich diese Einladungsbroschüre aus Bregenz in der Hand hielt. Gleichzeitig erwarte ich die Bekanntgabe des neuen Leiters, der neuen Leiterin vor Ort. Wer ist so frei oder so unfrei, dass er sich dort bewirbt. Es gibt ja wenige Kandidaten und Kandidatinnen, die es nicht schaffen, aus ihrem 'eigenen' Haus heraus zu kommen. Namen sind hier Schall und Rauch.

Aber Markus Schinwald ist eine Ausstellung wert....

ok

15. Januar 2009 / Eingestellt von thw um 09:45 / 1 Kommentare

Für den Nachwuchs:


Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (ADKV) lädt freie Kritikerinnen und Kritiker im Bereich der zeitgenössischen Bildenden Kunst zu einem offenen Ausschreibungsverfahren für den ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstkritik 2009 ein. Dieser ist in diesem Jahr mit 3.000 Euro dotiert.

Ab Montag, den 19. Januar 2009, ist die Bewerbung über das Online-Verfahren unter www.kunstvereine.de möglich. Einsendeschluss ist der 20.02.2009.

Bitte reichen Sie folgende Unterlagen ein:

1. vier Arbeitsproben der letzten 2 Jahre:

· eine kürzere monografische Kritik (Tagespresse/Zeitschrift)
· eine kürzere Ausstellungsbesprechung (Tagespresse/Zeitschrift)
· ein längerer monografischer Text über eine/n KünstlerIn (Ausstellungskatalog)
· ein längerer Text zu einer Ausstellung mit mehreren KünstlerInnen (Ausstellungskatalog)

2. eine Aufstellung der eingereichten Texte mit Angaben der Veröffentlichung (wann/wo)

3. max. 1 Din A4-Seite Biographie/Bibliographie

Die Texte sollten in deutscher oder englischer Sprache sein. Übersetzungen sind möglich, sollten jedoch entsprechend gekennzeichnet werden.

Nach Eingang aller Unterlagen wird Ende März 2009 die Jury anhand der eingereichten Texte die/den PreisträgerIn ermitteln. Die Preisverleihung findet am 23. April auf der ART COLOGNE statt.

Die ADKV lobt seit 1999 jährlich einen Preis für Kunstkritik aus, der inzwischen zu einer bundesweit und über die Grenzen hinaus relevanten Auszeichnung avanciert ist. Seit 2006 wird der Preis in Kooperation mit der ART COLOGNE vergeben, die auch das Preisgeld stiftet. Bisher wurden die PreisträgerInnen über ein Nominierungsverfahren ermittelt. In diesem Jahr wird erstmalig eine öffentliche Ausschreibung vorgenommen.

Die Auszeichnung würdigt das Engagement freier KunstkritikerInnen, die sich in der Fach- und Tagespresse oder in anderen Medien mit zeitgenössischer Kunst und ihrem sozialen Kontext auseinandersetzen. Da Kunstkritik einen wesentlichen Anteil an der Rezeption von Kunst hat und diese vermittelnd zwischen der Öffentlichkeit und der Kunst wirkt, ist ihre Qualität ein Anliegen der Kunstvereine.

Die PreisträgerInnen der vergangenen Jahre

2008 – Rudolf Schmitz
2007 – Ludwig Seyfarth
2006 – Catrin Lorch
2005 – Dominic Eichler
2004 – Gregory Williams
2003 – Raimar Stange
2002 – Renate Puvogel
2001 – Jan Verwoert
2000 – Stefan Römer
1999 – Hans-Christian Dany


Für weiterführende Fragen, steht Ihnen gern zur Verfügung:

Carina Herring
Projektleitung
Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine
Mariannenplatz 2
10997 Berlin

Tel +49 30 611 07 550
Fax +49 30 611 07 470

E-Mail: herring@kunstvereine.de

State of the art No.2

13. Januar 2009 / Eingestellt von thw um 20:15 / 0 Kommentare

So schnell hatte ich ein weiteres Beispiel für State of the art gar nicht erwartet. Aber auf der Suche nach den richtigen Bildern für einen Hinweis auf die Peter Kogler Ausstellung im Museum Moderner Kunst in Wien stieß ich zuallererst auf die Eintrittskarte:



Danach stieß ich auf die Pressemappe und erwartete die übliche CD-ROM, auf deutsch Compact Disc Read Only Memory. Aber aus der Pappemappe fiel mir etwas weißes Unscheinbares in die Hände. Erst beim zweiten Blick erwiess sich das kleine weiße Teil als ein USB (Universal Serial Bus) Stick mit 256 MB Speicher. Da Weiß zu meinen Lieblingsfarben gehört, war ich erstmal sehr erfreut angesichts dieses Zuwachses an Computer-Hardware in unserer Wohnung.



Und das kleine Pressedossier macht sich ganz schön unter den anderen Anschlüssen an meinem altersschwachen iBook und wahrscheinlich würde er es sich wohler am neuen MacBook fühlen wie ich mich selber.



Tatsächlich konnte ich das Objekt der Begierde dann vor Ort in Wien, ganz in der Nähe zum Mumok, in Realität bestaunen. Ohne die spiegelnde Oberfläche wäre es 110prozentig. Aber 100 % sind auch schon ganz gut angesichts dieses Geräts, das nur noch 40% ist.

Ich schweife ab, aber es gibt Gründe dafür: Statt einer Eintrittskarte habe ich plötzlich 20 Bilder vor mir. So enden wir diesen Post mit der digitalen Version der Eintrittskarte von oben.



Und versprechen einen weiteren Einblick in die Ausstellung von Peter Kogler bald möglichst.

Mit Empfehlung

Eingestellt von thw um 14:18 / 0 Kommentare

Gäbe es eine Rubrik 'Ausstellung des Monats' hier, dann würden wir die Ausstellung von Heidi Specker im Mies van der Rohe Haus, dem 'Haus Lemke' in Lichtenberg sowohl für den Dezember als auch für den Januar 2009 als Ausstellung des Monats nominieren.




Die Ausstellung mit den überlegt gesetzten Fotografien an den freien Wandfläche ist beispielhaft für eine Fotoausstellung, die das Medium Fotografie überschreitet. In der 'Inszenierung' wird das Haus selbst zu einer Fotografie.



So sind Möbelaufnahmen auch an jenem Platz gehängt, an dem das im Bild festgehaltene Möbel auch tatsächlich stand. Die Reduktion auf wenige Fotografien, hergestellt im aufwändigen Handoffset, lässt den Raum und dessen Dimensionen wirksam werden, als hätte Mies selbst die Bilder aufgehängt.



Den Aufnahmen von Heidi Specker sieht man die Auseinandersetzung mit dem Haus und dessen Geschichte an. Und selbst die Lampenschirme erinnern an die Geschichte und das Exil von Mies van der Rohe in den USA.

„Architektur beginnt, wenn zwei Backsteine sorgfältig zusammengesetzt werden. Architektur ist eine Sprache mit der Disziplin einer Grammatik. Man kann Sprache im Alltag als Prosa benutzen. Und wenn man sehr gut ist, kann man ein Dichter sein.“ hat Mies van der Rohe gesagt.Und Sprache und Grammatik der Architektur lassen sich in den Fotoarbeiten von Heidi Specker zum Haus Lemke wiederfinden.

P.S.: Leider findet sich auf der Internetseite des Mies van der Rohe Hauses nichts zur Ausstellung von Heidi Specker. Eine Überarbeitung ist dringend geboten. Die Termine zur Ausstellung von Heidi Specker und die Planung für dieses jahr finden sich hier.
Auch weil man hier keinen Hinweis erhält auf das Buch 'Konzentrat der Moderne - Das landhaus Lemke von Ludwig Mies van der Rohe' von Wita Noack, mit einem Bildessay von Heidi Specker. Einen Teil der Bilder aus diesem 'Essay' finden sich jetzt auch in der Ausstellung wieder.

State of the art No.1

12. Januar 2009 / Eingestellt von thw um 17:27 / 4 Kommentare

"Das View-Master-System wurde erstmalig auf der Weltausstellung 1939 in New York als Alternative zur Ansichtskarte einem breiten Publikum vorgestellt. Mit durchschlagendem Erfolg, es begann der Siegeszug der runden Scheiben, man schätzt das bis heute rund eine Milliarde davon verkauft worden sind."




Jahrelang lag er in der untersten Schublade meines Bisley und fiel mir nur ins Auge, wenn ich etwas aus dieser Schublade entnehmen musste. Plötzlich aber fand ich in einem anderem Behältnis weitere Exemplare jener runden Scheiben mit Diafotos, deren einziges Exemplar bis dato im View Master selbst vorhanden zu sein schien.



Ein weiterer Blick, die Brille hochgezogen, um kein Detail zu übersehen, ließ dann deutlich werden, dass es sich bei den Scheiben um die 'Dokumentation' eines Ausstellungsprojekts aus dem Jahre 1987 handelte mit dem zukunftsweisenden Titel 'Century 1987'. Dabei handelt es sich um die Ausstellung "Century ‘87: Kunst van nu ontmoet Amsterdams verleden/Today’s Art Face to Face with Amsterdam’s Past" in Amsterdam vom 7.August bis 14. September 1987, zeitgleich zur Documenta 8 und zu Skulptur Projekte in Münster.



Dieses Bild, direkt im View Master aufgenommen, zeigt eine Arbeit von Nam June Paik im 'Hoofdpostkantoor'. Ob ich den Katalog zu den Scheiben bzw. zur Ausstellung besitze, weiß ich nicht. Muss noch mal danach suchen. Aber mit diesem Post feiern wir dann auch den siebzigsten Geburtstag des View Masters.



P.S.: Ich bin nicht Robert Basic und ich will nicht meinen Blog verkaufen, aber für das Höchstgebot verkaufe ich den View Master plus den fünf Scheiben.

Gesetz und Verbrechen

11. Januar 2009 / Eingestellt von thw um 22:10 / 2 Kommentare

Erstmal gucken...

Eingestellt von thw um 18:06 / 0 Kommentare



Breughel



oder Gursky?

Einen Sonntag, einen...

Eingestellt von thw um 16:54 / 0 Kommentare



Das war ein schöner Abend. Tout Berlin(Stephan, Diedrich, Helmut, Thomas, Klaus, Astrid...nur Sabeth fehlte) war da, zumindest jene, die sich für das 'Regieren im Bildraum' interessierten, das neue Buch von Tom Holert, erschienen bei b_books. Wie üblich war der Buchladen voll besetzt und wer nicht pünktlich war, kam eben später...
Tom Holert stellte das Buch vor mit einem kleinen Vortrag zu Fluchtbewegungen und deren Bilderpolitik an der mexikanisch-amerikanischen Grenze.

Und zum Ende durfte ich sogar wieder das Licht anmachen und Mercedes Bunz schoss dann das Bild, das man hier vor sich hat.


P.S.: pro qm sollte mal ein Preisausschreiben arrangieren, dessen Hauptgewinn ein Sonntag im Buchladen wäre, einmal ganz in Ruhe stöbern, blättern, lesen und weiterstöbern....

D'accord

Eingestellt von thw um 16:14 / 0 Kommentare




Was sonst? Wo sich gerade französische Galerien in Berliner Galerien zeigen und ich meiner Frankophilie Tribut zollen kann. Im Widerspruch dazu zeigen wir hier die Einladungskarte zu der Ausstellung 'theanyspacewhatever' im Guggenheim Museum New York. Eigentlich würde man die Ausstellung auch gern hier sehne, weil sie daran erinnert, dass französische Kunst einen großen Stellenwert für die zeitgenössischen Kultur hatte. Die Zeiten scheinen vorbei und das mag auch den besonderen Umständen damals geschuldet sein.

Nichtsdestotrotz sind die Galerien, die hier ihre Visitenkarte abgeben, von Rang und Bedeutung. Und wir sind neugierig auf die Fortsetzung in Paris.

z. K.

Eingestellt von thw um 11:18 / 0 Kommentare



Es ist schon eine Zeit her, als H.Liebs auf der Internetseite der Süddeutschen Zeitung Hinweise gab auf Blogs zur Kunst. Die Süddeutsche Zeitung ist ja bekannt für ihre Internationalität, so finden sich dann auch in der Liste zwar sechs amerikanische Blog, aber nur zwei deutsche Blogs.
Und eigentlich geht es bei der Meldung gar nicht um Blogs, sondern eher um das Gehaben von Larry Gagosian, damit alle Adepten schon jetzt wissen, was zu tun ist, sollte man vor einem Galeristengott (oder -göttin) stehen. Zuerst einmal stramm stehen, das haben die Deutschen ja im Blut.
Ein Georg585 steht nicht stramm und erlaubt sich den Hinweis auf diesen Blog. Wir danken erst mal dafür... und nach Einblick in die von H.Liebs genannten deutschen Blogs sind wir doch einigermaßen irritiert. Hätte ich mir doch die Seite mit der Damenunterwäsche zum Vorbild genommen, dann wäre ich wahrscheinlich auch in dieser Liste aufgetaucht im Sinne eines 'ästhetischen Kontinuums'.

Die einfach klugen Gedanken aber scheinen wirklich die anderen zu haben... siehe den letzten Satz im Post von H.Liebs.

Also weiter so...vorwärts und nicht vergessen!

and a happy new year ... in the building

4. Januar 2009 / Eingestellt von thw um 16:21 / 0 Kommentare

the building in January:
Wednesday, January 7, 730PM: Jan Verwoert

Why are conceptual artists painting again?
Because they think it's a good idea.


The building is pleased to present the fourth talk in a monthly series of conversations organized by the art critic Jan Verwoert: Facing things in a state of crisis: From debt to dedication.

As a consequence of the attempt to dismantle certain categorical definitions of what art practice (after conceptualism) is about, the discussions after the previous lectures time and again raised the question: How can we seek to understand the situation that we find ourselves in when we reject a type of thinking that conceptualizes art practice solely in terms of a legitimatory discourse of stated intentions and programmatic declarations?
It would seem that, in the absence of programmatic marching orders, we encounter a state of crisis where what is to be done is unclear so that indecision and paralysis automatically ensue. But what, if it was only in this critical situation of indeterminacy that the things that might truly matter for an awareness of what could be done begin to emerge - precisely because they are no longer obscured by overblown heroic narratives of what would have to be done? How to find a language for this moment, when in a state of hiatus, the haecceity of things might most keenly and painfully be perceived?
Unprotected by a legitimatory apparatus of programmatic declarations one in fact becomes fully exposed to the desires of others and that entails – in the art world – the painful awareness of one’s dependency on the fickleness of those desires of others. Inevitably one ends up in debt, symbolically, financially, emotionally. What to do with this debt? The launch of fast careers might provide fast relief, but will effectively only increase the dependency on those who facilitate those careers. The alignment with established schools of thinking through programmatic conceptual statements may likewise merely reinforce intellectual dependencies that are no less oppressive.
So how to face the debt? Maybe by proactively indebting oneself to others - others one loves or remains indebted to, if not haunted by - in an act of dedication. What would it mean to, conceptually, in art practice, move away from a stance of declaration towards one of dedication?

Jan Verwoert is an art critic based in Berlin. He is a contributing editor to Frieze magazine and also writes regularly about contemporary art for such art magazines as Afterall, Metropolis M. Teaches at the MA Fine Arts department at the Piet Zwart Institute Rotterdam.

***

the building

Platz der Vereinten Nationen 14a

10249 Berlin DE

T: 030 28 04 79 73












41 Essex street
New York, NY 10002, USA
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Fundstück

Eingestellt von thw um 14:40 / 0 Kommentare



Man lenke sein Augenmerk auf das mittlere Bild in der untersten Reihe...ja,da...richtig!

Und irgendwie kam es mir bekannt vor, das Frauenbild in der Mitte. Und dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen, hier hatte ich schon im Original abgebildet.

So wird aus Dorothee Golz Else Krystufek...Ich hätte soundso eher bei Daniel Knorr oder Monica Bonvicini zugeschlagen.